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Umgeschrieben

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Die Heimatschriftstellerin Maria Grengg
Von Ulrike Schmitzer

Die Heimatschriftstellerin Maria Grengg aus Stein in Krems hatte ihre großen Erfolge in den 1930er und 40er Jahren. Sie war eine Autorin, die die NS- Ideologie dezidiert propagierte. In ihren Büchern, voll von romantischen Naturschilderungen, feierte Grengg den Mutterkult und das Deutschtum und setzte auf nationalsozialistische Feindbilder. Trotz NSDAP-Mitgliedschaft, antisemitischer Bücher und Artikel im "Völkischen Beobachter" konnte Grengg in der Nachkriegszeit nahtlos an ihre Erfolge anschließen.

Für eine Neuauflage ihrer Bestseller schrieb sie die rassistischen Stellen um. Es folgten Preise und Ehrungen. Nach 1945 schrieb Grengg nur mehr Kinder- und Jugendbücher, doch auch in diesen Texten wird ihre Gesinnung nach wie vor deutlich. Der Historiker Robert Streibel recherchierte die Biografie der Heimatschriftstellerin und erreichte, dass die Maria-Grengg-Gasse in Krems vor kurzem umbenannt wurde. Er fordert, dass die Stadt Wien diesem Beispiel folgen soll: In Rodaun gibt es nach wie vor eine Maria-Grengg-Gasse.

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