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AP/TAKUYA YOSHINO

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Radiokolleg - Inklusion als Menschenrecht

Diversität als Ressource (1). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek

Profitorientierung und Effizienzdenken drängen zunehmend jene Menschen an den Rand der Gesellschaft, die beim steigenden Tempo von Arbeitsabläufen nicht mithalten können. Hier macht die Coronakrise sichtbar, was sich zuvor schon abzeichnete: wer von der Norm abweicht, wird ausgeschlossen. Die Normierung der Gesellschaft erfolgt unter Kosten - Nutzen Rechnungen und wird ökonomisch legitimiert. Damit werden Menschen stigmatisiert und benachteiligt. Der Anspruch, der noch im 20. Jahrhundert Inklusion als Menschenrecht definierte, geht scheinbar verloren. So wird ein gesellschaftliches Klima geschaffen, dass ausschließt. Nicht mehr individuelle Entfaltung und Persönlichkeitsentwicklung stehen im Fokus des Miteinander, sondern Anpassungsleistungen und Funktionalität.

Doch hier macht sich eine Gegenbewegung bemerkbar. Das "Wirtschaftsforum Vielfalt" wirbt für Diversität in den unterschiedlichen Ebenen von Betrieben. Diversity Management wird von immer mehr Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen praktiziert. Der Grundgedanke: neues und anderes als Ressource zu nutzen. Die Sprachkenntnisse von Mitarbeitern können helfen, neue Absatzmärkte zu erobern. Altersgemischte Tandem sichern den Betrieben das Erfahrungswissen der älteren und schulen damit junge Mitarbeiter/innen. Die Barrierefreiheit eröffnet nicht nur den Zugang für Menschen mit Behinderung sondern unterstützt die Kultur eines wertschätzenden Miteinander. Mit der Charta der Vielfalt wurde so eine Plattform geschaffen, die wirtschaftliche Produktivität neu denkt und eine soziale Kultur der Wertschätzung implementiert.

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