Wasserspiegelungen, Mann in einem Boot

AP/XU XIAUGUO

Radiogeschichten

Der Ö1 Essay von Müller-Funk

"Die Kunst des Zweifelns. Einträge zur Philosophie in ungefügen Zeiten" von Wolfgang Müller-Funk
Es liest Robert Reinagl

Zweifeln ist ein Verfahren, ein sich Verirren, das Ungemütlichkeit erzeugt, sagt der Kulturwissenschafter Wolfgang Müller-Funk. Wer zweifelt, ist ein Fremder in der Welt, zum einen, weil sich ihm die Welt im Zustand der Ungewissheit präsentiert, zum anderen aber auch, weil er in gewisser Weise ein Außenseiter, ein Fremder bleibt. Zugleich aber ist der Zweifel ein Kernbestand philosophischer Gründlichkeit und Reflexion.

Medium solcher Skepsis ist im Kontext der Moderne der Essay, ein kreisendes Unternehmen, das sich nicht festhalten will an Gewissheiten. Zu diesem zentralen Anliegen des neuen Buches von Wolfgang Müller-Funk mit dem Titel "Die Kunst des Zweifelns" kommt ein methodischer Ansatz: die Bedeutung von Erzählkomplexen. Kollektive Erzählungen sind niemals nur Wiedergaben von Geschehenem, sondern stets auch deren Interpretationen.

Diese schaffen die Voraussetzung dafür, dass wir uns - wie provisorisch auch immer - zu Hause fühlen. Aufbauend auf diesen Überlegungen entfaltet Wolfgang Müller-Funk in "Die Kunst des Zweifelns" eine Philosophie des Politischen, um dabei Themen und Begriffe auszuloten, die in gegenwärtigen Diskursen eine maßgebliche Rolle spielen.

Sendereihe

Gestaltung

  • Peter Zimmermann

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