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China-Shopping wird teurer

22-Euro-Freigrenze fällt: China-Shopping wird teurer +++ Kann die europäische Sammelklage Verbraucherrechte stärken? +++ Tipps für gesundes und nachhaltiges Grillen +++ Kunde verliert Polizze nach 30 Jahren: Allianz Versicherung verweigert Herausgabe

22-Euro-Freigrenze fällt: China-Shopping wird teurer

Handyhüllen, aufblasbare Schwimmtiere, Sommerschlapfen - viele Billigprodukte werden direkt in Fernost bestellt. Mit 1. Juli wird das China-Shopping jedoch spürbar teurer: Die bisherige Freigrenze von 22 Euro fällt weg. Für Pakete aus Nicht-EU-Ländern müssen dann 20 Prozent Einfuhrumsatzsteuer bezahlt werden. Auch die Post verdient mit: Für die Abwicklung verrechnet sie eine Importgebühr von fünf bis zehn Euro pro Packerl.


Kann die europäische Sammelklage Verbraucherrechte stärken?

Mit einer Sammelklage lassen sich Schadensansprüche für alle Betroffene mit einem Prozess durchsetzen. Bekanntestes Beispiel ist die "Class Action", die Sammelklage in den USA. In Europa gibt es dagegen kein einheitliches Sammelklagssystem. Konsumentinnen und Konsumenten wird die Durchsetzung ihrer Rechte durch hohe Verfahrenskosten und Prozessrisiken zusätzlich meist schwer gemacht. Die EU will das mit der Einführung einer europäischen Sammelklage ändern, Verbraucherschützern geht das Vorhaben jedoch nicht weit genug.


Tipps für gesundes und nachhaltiges Grillen

Mehr Gemüse und weniger Fleisch auf dem Rost machen das Grillen nicht automatisch gesünder und umweltschonender. So sind Alutassen, Tropenholzkohle und zischendes Fett in der Glut sind nicht zu empfehlen, selbst Grillkäse habe ein schlechte Ökobilanz, so das deutsche Magazin "Ökotest. Die gute Nachricht: Es gibt Umweltfreundliche Alternativen.


Kunde verliert Polizze nach 30 Jahren: Allianz Versicherung verweigert Herausgabe

Ende der 1980er-Jahre schloss ein Steirer bei der Allianz Versicherung eine Lebensversicherung ab. Nach 30 Jahren Laufzeit wurde ihm eine Ausschüttung von knapp einer Million Schilling in Aussicht gestellt, rund 72.000 Euro. Im Jahr 2017 bekam er jedoch nur 48.000 Euro ausbezahlt. Nachdem er seine Polizze zur Überprüfung nicht mehr fand, bat er die Versicherung um eine Kopie. Das verweigerte die Allianz jedoch - obwohl die Versicherung laut einem OGH-Urteil von 2018 dazu verpflichtet ist. Die Antidiskriminierungsstelle Steiermark vermutet soziale Diskriminierung: Die Versicherung sitze am längeren Hebel sitzen, nur wer genug Geld habe, könne das Risiko einer Klage auf sich nehmen.


Moderation: Matthias Däuble

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