Christine Nöstlinger

APA/GEORG HOCHMUTH

Tonspuren

Eine Begegnung mit Christine Nöstlinger

Auserlesen - Österreichische Autor/innen stöberten im Ö1-Archiv und präsentieren ihre Lieblingssendungen: Favoriten von Andrea Grill. "Bei dem Madl muss man die Goschen extra derschlagen." Eine Begegnung mit der Schriftstellerin Christine Nöstlinger. Feature von Julia Schlager

"Rotarotaginginging feiabrenntinottakring" Mit den rot glühenden Haaren der feuerroten Friederike hat alles begonnen. Heute, mehr als 150 Bücher später, zählt Christine Nöstlinger zu den bedeutendsten Kinderbuchautorinnen des deutschsprachigen Raumes.

Dass Christine Nöstlinger Schriftstellerin wurde, ist dem Zufall geschuldet. Der erste Verleger war ein Bekannter; einem Fremden hätte sie ihr Manuskript nämlich nie gegeben, meint sie heute. Und wäre die feuerrote Friederike nichts geworden, gäbe es keinen Franz, keine Mini und niemanden, der auf den Gurkenkönig pfeift. Die Kinderliteratur wäre damit um eine bedeutende Zahl an frechen, aufmüpfigen und unangepassten Charakteren ärmer; und die Erwachsenenliteratur um gewitzte Ratgeber für "Haushaltsschnecken" und um kompromisslose Gedichte "iba de gaunz oaman Leit".

Kinder lagen ihr nie speziell am Herzen, hatte Christine Nöstlinger oft gesagt. Zumindest nicht mehr als andere Menschen. Gerechtigkeit allerdings. Auf politischer Ebene, ebenso wie im scheinbar Banalen, dem Alltäglichen: "Hör sofort auf zu lügen!", schimpfte die Mutter. "Es ist aber die reine Wahrheit!" schrie das Kind. "Schrei mich nicht an!" schrie die Mutter und gab dem kleinen Mädchen eine Ohrfeige.

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