Eine Frau geht an einer Wand vorbei, an dem das Wort "LIEBE" in großen Buchstaben steht

DPA/PETER KNEFFEL

Dimensionen

Female Pleasure.

Female Pleasure
Performance als Spiegel der Emanzipation
Von Christina Höfferer

Der Moderne Tanz ist seit Jahrzehnten eng mit dem Kampf für Emanzipation, weibliche Selbstbestimmung und eine offene Gesellschaft verbunden. Eine der Protagonistinnen der internationalen Tanzszene, die diese Themen in ihren Performances bearbeitet, ist die Tänzerin und Choreographin Maria Francesca Scaroni aus Brescia. In einer ihrer Arbeiten verwandelt sie sich etwa in den italienischen Pornostar Ilona Staller alias Cicciolina, die 1987 ins italienische Parlament gewählt wurde. Zu dieser Zeit hatten Frauen dort weniger als sieben Prozent der Sitze inne. Als Politikerin setzt sich Ilona Staller für eine offene Sexualerziehung in Schulen ein und ein Verbot jedweder Form von Zensur.

Ein anderes feministisches Tanzprojekt realisierte die griechische Tänzerin Lenio Kaklea. Im Mittelpunkt steht die Körperwahrnehmung. Dafür befragte sie 600 Menschen in ganz Europa zur ihren Körperpflegeritualen und zu Selbstliebe. Aus den so gewonnenen Informationen schuf Kaklea eine Tanzperformance. Christina Höfferer geht in dieser Ausgabe der Dimensionen der Frage nach, inwiefern Tanz und Gesten emanzipatorisches Potenzial entfalten und ob sich der Tanz als Kunstform in gesellschaftspolitische Fragen einbringen kann.

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