Ausschnitt des Albumcover, Alkisah

SENYAWA

Zeit-Ton

Senyawa: "Decentralization should be the future"

"Alkisah", die neue Platte von Senyawa

Nachdem das in Yogyakarta beheimatete Duo Senyawa von Rully Shabra Herman und Wukir Suryadi einen ersten musikalischen Höhepunkt erreicht hat, schlägt es mit "Alkisah" einen neuen überraschenden Weg ein. "Decentralization should be the future" fordern die beiden Musiker und setzen auch gleich den ersten Schritt. Jedem interessierten Label wurden die acht Stücke zur Verfügung gestellt. Über 40 Labels auf vier Kontinenten sind dieser Einladung zur Veröffentlichung gefolgt, von Bristol bis nach Beirut, von Makassar bis nach Melbourne. So entstanden gleich eine ganze Reihe aufwendig gestalteter Sammlerstücke und jede Menge Remixes.

In Berlin etwa hat sich das Team von L_KW mit den Künstler/innen und Aktivist/innen von Soydivision zusammengetan, um nun mit jeder Vinylscheibe selbstgemachtes Sambal und Jamu anbieten zu können und beim Label Kiamat aus Amman gibt es für zehn Käufer/innen der 30 in Lederhüllen verpackten Kassetten mit "beschützendem Talisman" und einem Sticker gegen den "bösen Blick" auch noch einen Dolch, auf dem der Name des Albums in arabischen Buchstaben eingraviert ist. Die Musik selbst erzählt die Geschichte einer Gesellschaft, die sich nach dem Zusammenbruch neu organisiert, um in eine bessere Zukunft zu gehen. Ob es diese überhaupt geben kann ist allerdings ungewiss, denn es droht der Untergang. "Was danach kommt", so Senyawa in einem begleitenden Text, "ist alles, was zählt."
(Erstausstrahlung: 22.07.2021)

Gestaltung: Susanna Niedermayr

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