Journal-Panorama

Die Legalisierung der Sterbehilfe

Am Donnerstag beschließt der Nationalrat das Sterbeverfügungsgesetz, welches dann 2022 Gültigkeit erlangen wird. Damit wird auch in Österreich legal, was es bisher schon in mehreren europäischen Ländern gibt: Der sogenannte assistierte Suizid, also die Beihilfe zur Selbsttötung. Menschen, die schwer krank sind und nicht mehr leben wollen, können so um Beistand beim Suizid - mittels eines tödlichen Medikamentes - bitten.
Die Begutachtungsfrist für das Gesetz war kurz, was viele Kritiker/innen bemängelt haben. Und viele Fragen scheinen vorerst offen, etwa, wer konkret letztlich betroffenen Sterbewilligen helfen wird, wie man Missbrauch verhindert; aber auch der Umgang mit psychisch Kranken in der Frage ist heikel.

Darüber diskutieren:

Alois Birklbauer, Professor für Strafrecht, Bioethik-Kommission
Maria Katharina Moser, Direktorin der evangelischen Diakonie
Wolfram Proksch, Rechtsanwalt, Kläger vor dem VfGh
Dietmar Weixler, Anästhesist, Präsident der österr. Palliativgesellschaft

Diskussionsleitung: Astrid Plank

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