Heißluftballone

AP/YASUSHI KANNO

Radiokolleg

Radiokolleg - Wort.Schätze. Die Ö1 Sprachviertelstunde.

Bedrohte Sprachen. Kann man tote Sprachen wiederbeleben (2?
Gestaltung: Ute Maurnböck

Die Sprache(n) und das Sprechen in all ihren vielen Facetten sind Thema der neuen Sendereihe "Wort.Schätze. Die Ö1 Sprachviertelstunde". Im Rahmen des Ö1 Radiokollegs fragen wir in der ersten Staffel nach, wie Gesellschaften und Staaten mit dem Rückgang ihrer Sprachen und Dialekte umgehen. Derzeit gilt ein Drittel der weltweit rund 6.000 Sprachen (manche sprechen von über 7.000) als gefährdet.
Die Sprache gibt vor, wie wir die Welt sehen, Sprachen prägen das Denken. Spezifika können oft nur in dieser einen Sprache ausgedrückt werden. Wenn Sprachen sterben, was verlieren wir also mit ihnen?
Wie aktiv eine Sprecher/innen-Gemeinschaft ist, hängt von vielen Faktoren ab: Dem Gefühl der Zugehörigkeit, aber auch politischen Rahmenbedingungen.

Wenn Sprachen sterben. Und was wir mit ihnen verlieren
"Sprache ist das wichtigste Merkmal einer Kultur oder Gemeinschaft. Stirbt sie aus, geht damit auch das Wissen um ihre Kultur und ein einzigartiges Bild der Welt verloren.", schrieb der Linguist James Matisoff, ein Experte für asiatische Sprachminderheiten. Spezifika können oft nur in dieser einen Sprache ausgedrückt werden. Die Sprache gibt vor, wie wir die Welt sehen: was für Deutschsprechende normal ist, wirkt für SprecherInnen anderer Sprachsysteme eigenartig und umgekehrt. So verfügen manche indianische Sprachen über Wörter, die im Deutschen einen ganzen Satz bedeuten, andere Völker wiederum haben ein völlig anderes Zeitkonzept, das sich auch in ihren Sprachen niederschlägt.
Was also bedeutet es, wenn immer mehr Sprachen und Dialekte sterben? Mit dieser Frage beschäftigt sich der australische Sprachwissenschaftler Nicholas Evans, der gerade sein 2014 erschienenes Buch "Wenn Sprachen sterben und was wir mit ihnen verlieren" überarbeitet.

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