Ein Labormantel liegt auf einem Sessel in einem Labor.

AFP/ARIANA DREHSLER

Dimensionen

Notwendiges Risiko?

Notwendiges Risiko?
Laborexperimente mit Krankheitserregern
Von Daphne Hruby

"Gain-of-function-Forschung", hinter dem Begriff der Funktionsgewinn-Forschung verbergen sich umstrittene Laborexperimente mit künstlich veränderten Viren und Bakterien, die ansteckender und tödlicher gemacht werden. Fachleute schätzen, dass derzeit weltweit etwa 20 Arbeitsgruppen derartige Forschungen betreiben. Seit den 1970ern wurden so schon diverse Krankheitserreger manipuliert: Vogelgrippe, Influenza, Ebola und Anthrax. Auch an Coronaviren hat man in den letzten Jahren geforscht, etwa im Wuhan-Labor in China. Ob Covid-19 dort entstanden ist, konnte bisher nicht geklärt werden.

Die WHO spricht von einer "wahrscheinlichen Hypothese", alternativ zur Übertragung durch ein Tier. Befürworter der "Gain-of-function-Forschung" meinen, nur so wäre eine Vorbereitung auf künftige Pandemien und die rechtzeitige Entwicklung von Impfstoffen möglich. Gegner schätzen das Risiko, die Erreger könnte aus dem Labor entkommen und damit Pandemien auslösen, als zu hoch ein und sprechen von unverantwortlichen Experimenten.

Sendereihe