Ein Mann streicht durch Trümmer von Häusern in der Ukraine.

AFP/SERGEY BOBOK

Europa-Journal

Ukraine-Russland, Polen, Rumänien

Ukraine: Die Folgen im Hinterland +++ Ukraine-Russland: Nicht nur Ukrainer kämpfen an der Front +++ Polen: Wie ernst meint es die Regierung bei der Versöhnung mit der EU? +++ Rumänien - Österreich: Die gefährliche Arbeit in den heimischen Wäldern
Moderation: Markus Müller-Schinwald

Ukraine: Die Folgen im Hinterland
Seit drei Monaten wird in der Ukraine gekämpft, tausende Zivilisten wurden in den Kampfgebieten getötet, große Teile des Landes sind zerstört. Der Krieg hat aber auch weit von der Front entfernt katastrophale Folgen. Russische Raketen treffen zivile Ziele im Westen des Landes, zehntausende Binnenflüchtlinge müssen untergebracht werden, die Wirtschaft steht auf dem Kopf. Wie sich der Krieg auswirkt und was die die Menschen in der Ukraine vom Westen erwarten und erhoffen, erklärt Serhij Osachuk. Der Historiker war lange österreichischer Honorarkonsul in der Bukowina und ist jetzt Gouverneur der Region Tschernowitz.

Ukraine-Russland: Nicht nur Ukrainer kämpfen an der Front
Der russische Angriff auf die Ukraine hat weltweit zu einer Welle der Solidarität für das Land geführt. Seit Kriegsbeginn sind nicht nur tausende Ukrainer in ihre Heimat zurückgekehrt, um sich den Streitkräften anzuschließen, sondern auch viele Ausländer. Von Moskau werden sie pauschal als Neonazis diskreditiert, auch die Ukraine verwendet die Ausländer für Ihre Propaganda. Dazu kommen rechtliche Probleme: Es ist in vielen Ländern verboten, sich ausländischen Armeen anzuschließen. Ivan Gayvanovych hat sich auf die Suche nach den ausländischen Kämpfern gemacht.

Polen: Wie ernst meint es die Regierung bei der Versöhnung mit der EU?
Jahrelang war die EU-Kommission der liebste Feind der polnischen Regierung. Wegen Verstößen gegen die Rechtsstaatlichkeit hatte Brüssel dem Land den Zugang zu EU-Förderungen lange verweigert, der Streit um die Justizreform drohte die rechtliche Basis der Union in Frage zu stellen. Doch seit dem russischen Angriff auf die Ukraine setzen beide Seiten auf Entspannung. Ein Teil der Gelder ist bereits freigegeben, der Besuch von Ursula von der Leyen in Warschau diese Woche wird als Zeichen des guten Willens gesehen. Aber sind die Konfliktpunkte wirklich ausgeräumt? Eher nicht, berichtet Peter Sawicki.
Rumänien - Österreich: Die gefährliche Arbeit in den heimischen Wäldern

In den österreichischen Wäldern arbeiten immer mehr Forstarbeiter aus Osteuropa. Wegen des Klimawandels und des steigenden wirtschaftlichen Drucks wird diese Arbeit immer gefährlicher. Die Zahl der Forstunfälle ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Besonders betroffen davon sind Forstarbeiter aus Osteuropa. In den letzten vier Jahren sind 13 Arbeiter aus Rumänien bei der Arbeit in Österreich getötet worden. Österreichische Behörden haben deshalb die Kontrollen verstärkt und hunderte Verstöße gegen Arbeitsrecht und Sicherheitsbestimmungen gefunden. Christof Mackinger, Naz Kücüktekin, Christian Bunke und Johannes Gress haben sich in Österreich und Rumänien umgehört.


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