Zwei tättowierte Yakuzas in Japan.

AFP/FRED DUFOUR

Journal-Panorama

Japans Yakuza-Banden: Das Ende einer Gangster-Legende

Was tun als arbeitsloser Berufsverbrecher? Gestaltung: Martin Fritz

Lange Zeit hat Japans Gesellschaft den Yakuza-Banden, der japanischen Version der italienischen Mafia, Respekt gezollt. Ihre Verbindungen reichten tief in Politik und Wirtschaft hinein. Doch nach einem blutigen Bandenkrieg verwandelte ein Anti-Yakuza-Gesetz die oft großflächig tätowierten Gangster in Unberührbare. Die Mitgliederzahl der Yakuza-Banden, der japanischen Version der Mafia-Clans, ist in 20 Jahren um rund zwei Drittel geschrumpft; die bisherigen Gangster finden keine Arbeit, weil sie auffällig tätowiert sind, ihnen Fingerglieder fehlen oder ihr Lebenslauf sie verrät. An die Stelle der Yakuza treten jedoch sogenannte Halbgangster, die zum Leidwesen der Polizei weniger greifbar als die Gangster alter Schule sind. Mit dem Niedergang der Yakuza ist der Verlust einer einzigartigen Subkultur in Japan verbunden.

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