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"Jeder stirbt für sich allein"

"Jeder stirbt für sich allein"
Hans Fallada und die Geschichte hinter seinem letzten Roman.
Von Juliane Ziegler

Berlin, Ende 1946: Hans Fallada schreibt binnen weniger Wochen den Roman "Jeder stirbt für sich allein". Kurze Zeit später stirbt er an Herzversagen, Jahrzehnte lang war er drogenabhängig. Das Erscheinen seines letzten Romans 1947 erlebt er nicht mehr. Anfang der Dreißigerjahre erlangt Rudolf Ditzen alias Hans Fallada Berühmtheit durch den gesellschaftskritischen Roman "Kleiner Mann - was nun?". Er beschäftigt sich mit den Folgen der Weltwirtschaftskrise, mit sozialem Abstieg, schaut genau hin. Und lebt selbst ein Leben voller Höhen und Tiefen.

Die Geschichte, die Fallada kurz vor seinem Tod aufschreibt, beruht auf einem wahren Fall: dem des Berliner Arbeiterpaares Hampel, das Anfang der 40er Jahre Flugblätter gegen das Hitler-Regime ausgelegt hat und ein tragisches Ende nimmt. Johannes R. Becher - Dichter und späterer führender SED-Kulturpolitiker - lässt Fallada jene Gestapo-Akte, die sich mit dem Fall beschäftigt, zukommen. Und Fallada schreibt "Jeder stirbt für sich allein". Bei der Veröffentlichung werden allerdings entscheidende Details des Originalmanuskripts verändert Wie kam es dazu?

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