Aida Loos

MISCHA NAWRATA

Contra

Die zuckerlrosa Brille der Aida Loos

Aida Loos: Arbeitsloos
Gestaltung: Julia Baschiera

Aida Loos reflektiert in ihrem vierten Soloprogramm Kaffeehausdialoge und Cremeschnittenmonologe aus der Aida am Stephansplatz. Mit der Coronapandemie wurde die Schauspielerin nämlich arbeitsloos und daraufhin vom AMS als Servierkraft in die gleichnamige zuckerlrosa Filiale vermittelt. Nachdem sie den ersten Schlag mit Kaffee verdaut hat, tauscht sie die Bretter, die einst die Welt bedeuteten, gegen ein Besenkammerl, das nun ihre Pause darstellt.

Aida Loos, die österreichische Kabarettistin mit persischen Wurzeln beschreibt sich selbst gern folgendermaßen: Quartalsgrantlerin, Gelegenheitsdepressive, oft am Hoch, Genießerin, morgens nicht ansprechbar, abends dafür umso mehr, manchmal selbstzweifelnd, meistens selbstüberzeugt, selten ganz daneben, realitätsfern und trotzdem bei der Sache, unausstehlich und trotzdem niedlich. Weißweinfetischistin, kerzengrader Michl, angenehme Zeitgenossin, gute Köchin, mittelmäßige Autofahrerin, schlechte Verliererin. Einst eine Stadtratte, heute Vorstadtstute, zu g'schamig für die Sauna, manchmal cholerisch, schnell gelangweilt, mit Angst vor Zahnärzten und Friseuren. Und - sie singt Lieder mit, auch wenn sie den Text nicht kann.

Ausgestattet mit diesen Multiqualifikationen parodiert Aida Loos im neuen Programm vor allem ihre Kaffeehaus-Gäste, die von bezirksbekannten Alkoholikerinnen bis hin zu prominenten Persönlichkeiten reichen, "Arbeitsloos" ist eine Melange aus dem, was war, was ist und was sein könnte, wenn man die Dinge durch die "zuckerlrosane" Brille sehen würde.

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Sendereihe

Gestaltung

  • Julia Baschiera