Bolsonaro hält die Daumen in die Höhe währrend er eine Maske trägt.

AFP/EVARISTO SA

Journal-Panorama

Gesetzloses Gebiet - Amazonien unter Bolsonaro

Die Zerstörung des Regenwalds geht weiter, aber auch der Kampf dagegen.

Die Morde an dem britischen Journalisten Dom Phillips und dem Indigenen-Experten Bruno Pereira zeigen, wie gefährlich es in der Amazonas-Region geworden ist, vor allem für diejenigen, die gegen die fortschreitende Zerstörung des Regenwaldes ankämpfen oder darüber berichten. In seiner Amtszeit schwächte der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro systematisch Gesetze und Kontrollen, entzog den Behörden Finanzierung und Personal. Das gibt denen Rückenwind, die das Ökosystem immer weiter ausbeuten: Holzfäller, Goldgräber, Viehzüchter, aber auch internationale Unternehmen. Die Abholzung hat Rekordwerte erreicht.

Brasiliens Indigene verstehen sich als Wächter des Amazonas und geraten dadurch häufig in Konflikte mit den Kriminellen. Große Teile des Amazonas-Gebietes sind heute gesetzlose Territorien, in denen die organisierte Kriminalität die Kontrolle übernommen hat. Sollte Bolsonaro Anfang Oktober wiedergewählt werden, wird sich daran wohl nichts ändern.

Sendereihe

Gestaltung

  • Anne Herrberg (ARD)