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Franz Eichinger

Der Entwicklungshelfer Franz Eichinger antwortet auf die Frage "Was glauben Sie?"

Heute leitet Franz Eichinger das "Horizont 3000"-Regionalbüro von Ostafrika in Kampala/Uganda. "Horizont 3000" ist die älteste und größte Organisation in der nichtstaatlichen österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, die im Auftrag von elf katholischen Organisationen entstanden ist. Aber Eichingers Weg dorthin ist ein ganz ungewöhnlicher. 1965 in St. Pölten als drittes Kind seiner Eltern geboren wuchs er in Spratzern an der Traisen auf. Ohne besondere religiöse Prägung aus dem Elternhaus, fühlt er sich schon von Kindesbeinen an mit der Natur, mit Tieren und speziell mit dem Element Wasser verbunden. In seiner Jugend arbeitet er als Kajak-Führer in Wildalpen, wird dann österreichischer Staatsmeister im Kajak-Fahren und Vize-Europameister.

Durch einen Zufall entdeckt er durch seine Arbeit für ein Schulprojekt in einer der ärmsten Regionen Guatemalas seine Liebe zu den Armen und will eigentlich Franziskaner werden. Dann verschlägt es ihn über ein Projekt in Ruanda mitten in die Wirren des Bürgerkriegs und in den Aufbau lokaler ziviler Strukturen. Er lässt sich im benachbarten Uganda nieder, gründet eine Baufirma, die die größte Solaranlage Ostafrikas errichtet. Er heiratet eine Uganderin, mit der er zwei Töchter hat. Durch seine große Expertise vor Ort führt ihn sein Weg dann bis zum Geschäftsführer des "Horizont 3000"-Regionalbüros, in dem er bis heute viele Projekte der Entwicklungszusammenarbeit in ganz Ostafrika leitet. "Mein religiöser Zugang stammt vom Heiligen Franziskus", sagt er heute. Eichinger fasziniert seine Einfachheit, die Liebe und die Dankbarkeit, die für ihn der primäre religiöse Zugang sind.
Johannes Kaup hat Franz Eichinger in Kampala besucht und ihn nach seinen Lebensmotiven gefragt.

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