John Cage

AP/BOB CHILD

Ö1 Kunstsonntag: Tonspuren

John Cage - Leben und Werk

"Ich erhielt polizeilich Erlaubnis, Sirenen zu spielen"
John Cages stillvergnügtes Lächeln
Feature von Stefan Weber

"Herausragende Gestalt der Neuen Musik", "Poet des Unbestimmten", "revolutionärer Philosoph" oder "Vordenker der Moderne": Der US-amerikanische Komponist John Cage wurde mit zahllosen Prädikaten bedacht. John Cage (1912-1992) war - so viel ist sicher - Handwerker und Meisterdrechsler im knappen Formulieren abstrakter Gedanken. Als Mitte der 1930er Jahre sein Lehrer Arnold Schönberg ihm zu verstehen gibt, er sei in Sachen Komposition talentfrei und werde "irgendwann an eine unüberwindbare Wand stoßen", beschließt John Cage, solange mit dem Kopf an eine Mauer zu schlagen, bis daraus Musik wird: "Bis ich sterbe, wird es Klänge geben. Rauschen, Summen, Zischen, Pfeifen, Brummen".

Stefan Weber nähert sich anekdotisch und mit Ohrenzwinkern dem Leben und Werk von John Cage an und verfolgt mit klanglichen Hintergedanken den schrägen Witz des leidenschaftlichen Hobby-Mykologen, der 1958 in einer italienischen Quizshow den Hauptpreis gewann, weil er vierundzwanzig verschiedene Arten von "Mandelpilz mit weißen Sporen" nennen konnte.

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