Vladimir Meciar und Vaclav Klaus, Oktober 1992

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Europa-Journal

Tschechien-Slowakei, Ukraine, Rumänien, österreichische Außenpolitik

Tschechien-Slowakei: 30 Jahre nach der friedlichen Trennung +++ Ukraine: Die Minenräumung wird noch Jahrzehnte dauern +++ Rumänien: Kein Schutz für Whistleblower +++ Österreich: Wie steht es mit der heimischen Außenpolitik
Moderation: Markus Müller-Schinwald

Tschechien-Slowakei: 30 Jahre nach der friedlichen Trennung

Am 25. November 1992 beschloss das Parlament der damaligen Tschechoslowakischen Föderativen Republik die Auflösung des Landes. Kurz darauf entstanden die beiden unabhängigen Staaten Tschechien und die Slowakei. Das Ende der CSFR gilt als Paradebeispiel dafür, wie eine friedliche Trennung von zwei Staaten stattfinden kann. Barbara Coudenhove-Kalergi hat damals als Korrespondentin des ORF aus der Tschechoslowakei berichtet. Sie erklärt die Hintergründe und was aus den damaligen Hoffnungen und Erwartungen geworden ist.

Ukraine: Die Minenräumung wird noch Jahrzehnte dauern

In der Ukraine hat die Armee inzwischen die Hälfte der Gebiete befreit, die von Russland seit dem 24. Februar erobert worden waren. An eine Rückkehr zur Normalität ist diesen Gebieten aber nicht zu denken. Beide Seiten haben großflächig Minenfelder angelegt, von den russischen Minen gibt es keine entsprechenden Pläne, die für eine Räumung notwendig wären. Beim Abzug haben russische Truppen außerdem im großen Stil Sprengfallen in zivilen Einrichtungen hinterlassen, dazu kommt eine große Zahl von nicht explodierten Granaten, den Resten von Raketen und anderen gefährlichen Gegenständen. Die Räumung dieser Spuren des Krieges wird Jahrzehnte dauern, berichtet Ivan Gayvanovych.

Rumänien: Kein Schutz für Whistleblower

Im Dezember soll auf EU-Ebene entschieden werden, ob Rumänien und Bulgarien Mitglieder des Schengenraums werden. Der Beitritt wäre eine Anerkennung der politischen Reformen in den beiden Ländern. Aber in Rumänien stockt der Kampf gegen die Korruption. Ein neues Gesetz, das derzeit in Vorbereitung ist, würde außerdem den Schutz von "Whistleblowern" praktisch aufheben, berichtet Thomas Wagner.

Österreich: Wie steht es mit der heimischen Außenpolitik

Was sind die Schwerpunkte der österreichischen Außenpolitik, wer redet bei der Gestaltung der Außenpolitik mit und in welche Richtung kann es künftig gehen? Das sind die Themen des neuen "Handbuchs Außenpolitik Österreich", das kommende Woche präsentiert wird. Dabei zeigen sich auch deutliche Defizite. Markus Müller-Schinwald hat das Buch vorab gelesen und bei Fachleuten nachgefragt, wie sie die Außenpolitik des Landes sehen.



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