Herbstblätter und Lichtspiele

APA/BARBARA GINDL

Logos - Glauben und Zweifeln

Religionen und Staat in Österreich

Im Gespräch mit Vertreter:innen unterschiedlicher Religionsgemeinschaften werden die Grundlagen des österreichischen Religionsrechts beleuchtet

Rituale, Entscheidungshilfe in unterschiedlichen Lebenslagen, sozialer Rückhalt - "Getrennt und doch vereint" - Dritter Teil der Reihe "Göttliches - menschlich organisiert": Religionsgemeinschaften sind selten nur für spirituelle Aufgaben zuständig. Für den österreichischen Staat sind sie wichtige Ansprechpartner. Neben religiösen Aufgaben sollen sie auch soziale, gesellschaftliche und kulturpolitische übernehmen und so zum Gemeinwohl beitragen. Wer als gesetzlich anerkannte Religionsgesellschaft oder Kirche gilt, ist von vielen Faktoren, wie etwa der Mitgliederanzahl, abhängig. Dass es zudem in Österreich eine Unterscheidung zwischen gesetzlich anerkannten Kirchen und Religionsgesellschaften, staatlich eingetragenen religiösen Bekenntnisgemeinschaften und religiösen Vereinen gibt, die unterschiedliche Vorteile genießen, sorgt immer wieder für Diskussionen. Einer der Kritikpunkte: Das Religionsrecht orientiere sich (immer noch) zu stark an der Institution der römisch-katholischen Kirche.

"Logos" fragt, was hinter der Unterscheidung verschiedener Gemeinschaften steht und beleuchtet damit die Grundlagen des österreichischen Religionsrechts. Welches Religionsverständnis im Hintergrund steht und inwiefern sich das österreichische Modell vom französischen Laizismus unterscheidet, spielt dabei ebenso eine Rolle, wie die Frage nach möglichen Reformen des Religionsrechts. Im Gespräch mit Vertreter:innen unterschiedlicher Religionsgemeinschaften widmet sich "Logos" zudem den Konsequenzen des Religionsrechts für die religiöse Praxis.

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