Dominic Deville

ORF/JOSEPH SCHIMMER

Contra

Dominic Deville, Aufklärer und Bühnenschreck

Der Anzug sitzt perfekt, ebenso die politischen Pointen: So kennt man Dominic Deville dank seiner sonntäglichen Late-Night-Show. Aber das ist ein "Devil in Disguise": Denn auf den Kleinkunst- und Konzertbühnen ist Deville eine echte Rampensau. Der Schweizer Preisträger des Salzburger Stiers 2023 ist ein Mann, der sich ins Publikum wirft, auch wenn dieses noch nie etwas von Stage diving gehört hat, einer, der schon mal seine Gitarre auf der Bühne zer-trümmert.

2016 startete er seine TV-Karriere als Late-Night-Entertainer. Heute, nach über 130 Sendungen Deville, hat sich der charmant unverschämte Kabarettist zur unver-zichtbaren Stimme der Schweizer Politsatire gemacht.

Dabei raste der Anarchist mit der unverkennbaren Stimme schon Jahre vor seiner Bildschirmbekanntheit wie ein Komet über die verschiedensten Bühnen. Ob als Mitglied der Punk-Band Failed Teachers, mit seinen wilden Tarot-Shows und "Vinyl-Hinrichtungen", bei denen er auch gerne mal mit Kettensäge oder Flammenwerfer hantierte, oder mit seinen Bühnen-Programmen Kinderschreck, Bühnenschreck und aktuell Pogo im Kindergarten (dem Programm zu seinem gleichnamigen Buch) - der gelernte Kindergärtner und Punkmusiker rockt und euphorisiert die Kleinkunstszene.

Mit sicherem Händchen für Qualität und höheren Blödsinn führt er als Moderator im Casinotheater Winterthur durch die Talentschau "Rampensau", im Theater Hechtplatz durch den "Bösen Montag" und gibt national noch kaum bekannten Musiker:innen und Künstler:innen eine Bühne. Anlässlich der Verleihung des Salzburger Stiers 2023 schlüpft er in die Rolle des dämonischen Märchenerzählers, der sein Publikum über die Gefahren der direkten Demokratie aufklärt.

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