Goethe-Denkmal

AP/ECKEHARD SCHULZ

Salzburger Nachtstudio

"Die Welt, ein großes Hospital"

Ein Goethe-Gespräch mit Manfred Osten und Johannes Huber

Bereits 1787 beschreibt Johann Wolfgang von Goethe in einem Brief an Charlotte von Stein das Zukunftsmodell einer globalen Gesellschaft, in der "die Welt ein großes Hospital und einer des anderen humaner Krankenwärter werden wird." Das "große Hospital" kann gedeutet werden als Weltmetapher des 21. Jahrhunderts im Zeichen einer globalen Immunschwäche.
Diese globale Immunschwäche hat die Gestalt einer Pandemie einer extremistischen Grenzen- und Maßlosigkeit, der es zu entkommen gilt. Goethe mahnt dazu, die Natur als ein Universum unendlicher Wechselwirkungen zu verstehen.
Der deutsche Kulturhistoriker und Autor Manfred Osten unternimmt es, Goethes Überlegungen zum Zustand der Welt - damals und heute - miteinander zu kombinieren und in aktuelle Zusammenhänge zu bringen, um so eine neue Sicht auf Goethe und den Erdkreis zu ermöglichen.

Im Gespräch mit dem österreichischen Reproduktionsmediziner und Theologen Johannes Huber, Autor des Buches "Wunderwerk Frau", und unter der Moderation von Martin Haidinger schießt Osten einen Pfeil in die Zukunft unseres Planeten. Ob es den beiden Gelehrten gelingt, mit Goethe darauf zu kommen, "was die Welt im Innersten zusammenhält"?

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Literatur:
Manfred Osten: Die Welt, "ein großes Hospital" GOETHE UND DIE ERZIEHUNG DES MENSCHEN ZUM "HUMANEN KRANKENWÄRTER" 160 S. Wallstein, 2021

Johannes Huber: WUNDERWERK FRAU,
192 S. Gräfe und Unzer, 2022

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