Frau mit Kind inszeniert auf einem Messingbett in der Natur

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Babys, Beauty und Backen

Der perfekt inszenierte Alltag von Müttern auf Instagram

Friedlich in Federwiegen schlummernde Babys, daneben Kleinkinder, die sich ruhig mit bunten Holzkötzen beschäftigen, während die Mamas top gestylt und so ganz nebenbei für Beauty-, Back- und Babyprodukte Werbung machen - natürlich auch für die Federwippe, in der selbst das unruhigste Baby in den Schlaf finden soll.

Die Frauen, die auf Instagram Bilder und Videos von ihrem perfekt in Szene gesetzten Familien-Alltag zwischen schicker Landhausküche und pastellfarbenen Kinderzimmern teilen, verdienen als Influencerinnen damit Geld. Das Netz nennt sie Momfluencerinnen und wie bei vielen Dingen, die Mütter tun, erhitzen sie die Gemüter: Die einen feiern sie, weil sie sich als selbstständige Unternehmerinnen präsentieren und die Arbeit von Müttern sichtbarer machen. Die anderen kritisieren das antiquierte Rollenbild der perfekten Supermami, die immer gut gelaunt am Herd steht - und besonders vermissen sie die Realität. Denn Väter, Omas und Opas, Babysitterinnen, angepatzte T-Shirts oder Stoffwindeln mit Babysabber oder gar Muttermilchflecken finden auf den Instagram-Bildern nämlich keinen Platz. Julia Gindl hat sich mit der Welt der Momfluencerinnen auseinandergesetzt.

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