Evangelische Kirche

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Logos

Die Zukunft des Erinnerns

Gedenkkultur am Beispiel der evangelischen Kirche in Österreich

Wenn die Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aussterben und die Ereignisse selbst langsam am Horizont der Geschichte zu verschwinden drohen, dann muss auch das Gedenken neue Formen finden. Politisch brisant ist dieser Prozess besonders bei der Erinnerung an die Zeit des Nationalsozialismus und der Schoah.

Im Vorfeld des 85. Jahrestages der November-Pogrome 1938 beschäftigt sich die Reihe Logos daher mit der "Zukunft des Erinnerns": Interessieren sich junge Menschen überhaupt noch für Ereignisse, die in die Zeit ihrer Urgroßeltern fallen? Oder kann vielleicht sogar "künstliche Intelligenz" für die Zeitzeuginnen und Zeitzeugen "einspringen"? Die Geschichte der evangelischen Kirche in Österreich zeigt beispielhaft, wie sich der Blick in die Vergangenheit "mit der Zeit" verändern kann. Für die einen bleibt die sogenannte "Gegenreformation" eine Zeit der blutigen Verfolgung und Vertreibung - die anderen sehen in ihr eine Zeit der "katholischen Erneuerung".

Die evangelischen Christinnen und Christen dieser Zeit wurden einmal für ihre Standhaftigkeit im Glauben gefeiert, dann für ihren politischen Widerstandsgeist. Heute wird an die Zeit der Gegenreformation eher als "Mahngeschichte" erinnert, die zur Solidarität mit Unterdrückten und Ausgegrenzten auffordert.

Sendereihe

Gestaltung

  • Markus Veinfurter