Der Hund Sammy

MARIE-HELENE SCHEIB

Vom Leben der Natur

Signale von Hunden richtig verstehen (1)

Marie-Helene Scheib leitet die Tierpflegeschule an der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Die Biologin spricht über die hündische Kommunikation.
Teil 1: Sozialpartner des Menschen

Seit etwa 15.000 Jahren ist der Hund an der Seite des Menschen. Der Hund stammt vom Grauen Wolf ab und wurde deshalb domestiziert, um mit seinem ausgeprägten Geruchssinn als Jagdgehilfe zu fungieren. Danach entstanden über die Jahrtausende viele Hunderassen - vom kleinen Chihuahua bis zum riesengroßen Irischen Wolfshund.

"Der Hund beobachtet den Menschen den ganzen Tag", sagt die Biologin Marie-Helene Scheib. "Es ist auch wichtig, dass der Mensch den Hund beobachtet, seine Sprache lernt und diese auch versteht." Hunde kommunizieren mit uns vorrangig über optische Signale: über Gestik, Mimik und Körperhaltung.

In den 1980er Jahren erforschte die norwegische Hundeexpertin Turid Rugaas die so genannten "Beschwichtigungssignale". Diese werden zur Konfliktvermeidung eingesetzt: Wenn ein Hund zum Beispiel die Augen zusammenkneift oder den Kopf wegdreht, möchte er in Ruhe gelassen werden. Auch das "Pföteln" ist ein Beschwichtigungssignal. Die Stellung der Rute, die Maulspalte oder die gesamte Körperhaltung geben Auskunft über die Befindlichkeit des Hundes.

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BUCHTIPPS & LINKS:

Turid Rugaas (Autorin, Illustratorin), Kirsten Berger (Illustratorin), Cecilie Køste (Illustratorin):
Calming Signals - Die Beschwichtigungssignale der Hunde. Verlag animal learn

Juliane Bräuer und Juliane Kaminski: Was Hunde wissen.
Verlag Springer Berlin
Originaltitel: So klug ist Ihr Hund

Verein "Tierschutz macht Schule" - Hunde sicher verstehen
https://www.tierschutzmachtschule.at/hunde-sicher-verstehen

Dorit Feddersen-Petersen: Hundepsychologie. Sozialverhalten und Wesen, Emotionen und Individualität. Mit DVD.
Kosmos Verlag

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