Ein Arbeiter vor einem Schaufelradbagger

APA/dpa-Zentralbild/Arno Burgi

Journal-Panorama

In der Lausitz: Braunkohleboom trotz Klimakrise

In der Lausitz im Osten Deutschlands wird angesichts der Energiekrise wieder viel Braunkohle gefördert.

Die Lausitz im Osten Deutschlands ist nach dem Rheinischen Braunkohlerevier rund um Aachen das zweitgrößte Braunkohlegebiet Deutschlands. In der strukturarmen Region gab das "Schwarze Gold" mehr als 120 Jahre lang den Menschen Arbeit und Brot. Zu DDR-Zeiten waren dort Zehntausende Bergleute beschäftigt.
Heute ist nur ein kleiner Rest von Tagebauen und Kraftwerken geblieben, die insgesamt noch 7.000 Jobs bieten. Noch - denn Deutschland hat wegen des Klimawandels den endgültigen Ausstieg aus der Braunkohleverstromung für 2038 beschlossen.
Doch als Russland im Februar 2022 die Ukraine angriff, war plötzlich alles anders: Angesichts der Energiekrise nach dem Verzicht auf russisches Gas wird in der Lausitz seitdem so viel Braunkohle gefördert und verstromt wie lange nicht. Gleichzeitig wollen Klimaschützer früher als 2038 aus der Kohle aussteigen.

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