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Radiokolleg

Afrodiasporisches Komponieren (2)

Afrodiasporisches Komponieren im Kontext "archivarischer Macht"

In den 1970er-Jahren veröffentlichte CBS Masterworks die "Black Composers Series", dirigiert von Paul Freeman. Die Veröffentlichung entstand in einer Kooperation von Columbia Records und der "Afro-American Music Opportunities Association". Für die Dokumentation von Werken schwarzer Komponisten seit 1950 war sie von großer Bedeutung. Sie erstreckte sich von Mozarts Zeit bis zur Gegenwart und brachte die Arbeiten von Komponisten afrikanischer Herkunft ans Licht, die im Konzert- und Plattensektor zuvor weitgehend ausgeschlossen waren. Das dadurch neu geweckte Interesse an den Komponisten ging so weit, dass in der Folge sogar Auftragskompositionen vergeben wurden.

In den 1980er Jahren erlebte auch die Forschung in dem Bereich einen Aufschwung, etwa durch die Gründung des "Center for Black Music Research". Der Zusammenschluss ermöglichte neue Forschungen und die Veröffentlichung seltener Partituren. Ein Mittel gegen faule Ausreden, aufgrund derer afroamerikanische Musikschaffende in Konzertsälen und im intellektuellen Diskurs Ausgrenzung erfahren.

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  • Marie-Theres Himmler