Stimmen hören

Eine Hommage an die überragende Liedgestalterin.

Ohne Grenzen: Brigitte Fassbaender wird 85.

Hat das Begehren ein Geschlecht? Haben es die Themen, die im Sololied von Schubert bis Schönberg verhandelt werden? Die in physischer und stimmlicher Präsenz einzigartige, mit durchdringendem Intellekt gesegnete, auf der Opernbühne für ihre gender-bender-Rollen (Ocatavian, Orlofsky, Cherubino) stets am nachdrücklichsten gefeierte Brigitte Fassbaender, per Stimmtimbre aus Hunderten herauszuhören, hat zeitlebens das Liedersingen, die Lied-Gestaltung über alles gestellt. Hier soll auch der Schwerpunkt eines "Stimmen hören" zum 85. Geburtstag der Mezzosopranistin liegen, angereichert mit Aufnahmen aus Brigitte Fassbaenders angestammten Münchner Wirk-Umfeld, mit Barockem vom Karriere-Beginn in den mittleren 1960er Jahren, mit gedanklich Tiefgründigem aus späten Jahren. Wesentlichst: die Schubert-Liederzyklen, die sie alle eingespielt hat, als dies von einer Sängerin noch als "gewagt" wahrgenommen wurde. Schumann, Brahms, Wolf, noch mit Erik Werba am Flügel, der Schritt ins 20.Jahrhundert, gemeinsam mit Irwin Gage und Aribert Reimann . und Mahler, "Das Lied von der Erde", dirigiert von Carlo Maria Giulini.

Sendereihe

Gestaltung

  • Chris Tina Tengel