Eine große Erdäpfel

APA/HANS PUNZ

Moment - Kulinarium

Wie Kartoffel schmecken

Am Gaumen mehlig, im Abgang süßlich erdig. Über die Schwierigkeit, den Geschmack von Erdäpfeln zu beschreiben

Jedes Jahr vergibt man in Niederösterreich den "Goldenen Erdapfel": Diese Auszeichnung erhalten Bauern für die besten Kartoffeln in den Kategorien speckig, mehlig oder vorwiegend festkochend. Mit diesem Wettbewerb weist man auf die Vorzüge und die Vielfalt der heimischen Knolle hin. Neue Sorten wie Valdivia oder Bosco ersetzen alte Sorten wie Sieglinde oder Kipfler. Für den Geschmack der Knollen haben manche Kartoffelanbieter einige Wörter gefunden. Mit "nussig", "buttrig", "erdapfelig", "süßlich" oder "mit erdigen Noten" beschreiben sie den Geschmack.

In Meires im Waldviertel bei der Niederösterreichischen Saatbaugenossenschaft (NÖS) züchtet man Erdäpfel für verschiedene Bedürfnisse - für die Stärkeindustrie, für die Pommes- und die Chips-Verarbeitung und für Haushalt und Gastronomie. Neben der Erhaltungszucht von alten Kartoffelsorten geht es um neue Sorten, die mit den veränderten Klimabedingungen besser zurechtkommen und die die Wünsche der Konsumenten erfüllen. Wichtig für die Beurteilung der Qualität sind die Form, wie sich die Erdäpfel schälen lassen, tiefliegende Augen, das Schnittbild, die Konsistenz der Knolle und das Geschmackserlebnis. Eine der Raritäten ist die Neuzüchtung "Fred" - ein Erdapfel mit roter Schale und rotem Fleisch, der auch nach dem Kochen die Farbe behält.

Moderation und Regie: Matthias Däuble

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  • Ernst Weber