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Europa-Journal
EU-Kanada, Rumänien, Serbien, Spanien
Wird Kanada das 28. Mitglied der EU oder doch der 51. Bundesstaat der USA? +++ Rumänien: Der Präsidentschaftswahlkampf findet auch in Österreich statt +++ Serbien: Warum hat die Protestbewegung keine klaren Führungsfiguren? +++ Spanien: Die Regierung kriselt, die Wirtschaft boomt
28. März 2025, 18:25
Wird Kanada das 28. Mitglied der EU oder doch der 51. Bundesstaat der USA?
Es wirkt wie ein schlechter Scherz, hat aber einen bittere Hintergrund. Laut einer aktuellen Umfrage wären 46 Prozent der Kanadier dafür, dass ihr Land Mitglied der Europäischen Union wird. Gleichzeitig hat sich das Image der USA rasant verschlechtert. Nur mehr ein Drittel hat ein positives Bild des großen Nachbarn im Süden. Auslöser ist die aggressive Politik von Präsident Donald Trump, der Kanada wirtschaftlich und politisch unter Druck setzt. Ein Beitritt zur EU ist rechtlich nicht möglich, es gibt aber viele Möglichkeiten für engere Zusammenarbeit. Wie die aussehen könnte, erklärt Laura von Daniels von der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin.
Rumänien: Der Präsidentschaftswahlkampf findet auch in Österreich statt
Die Annullierung des ersten Durchgangs der Präsidentschaftswahl in Rumänien hat international für Diskussionen gesorgt. Eine wichtige Rolle spielt in der rumänischen Politik die Diaspora. Nach verschiedenen Schätzung leben und arbeiten zwischen drei und acht Millionen Rumänen nicht in der Heimat. Und die Diaspora-Rumänen haben im Herbst mehrheitlich für den rechtsaußen-Politiker Calin Georgescu gestimmt, der inzwischen von der Wahl ausgeschlossen worden ist. In Österreich leben aktuell 154.000 Menschen mit rumänischer Staatsbürgerschaft, und auch hier haben rechte Kandidaten bei der Wahl eine deutliche Mehrheit bekommen. Markus Müller-Schinwald hat sich den anlaufenden Wahlkampf in der Diaspora angeschaut.
Serbien: Warum hat die Protestbewegung keine klaren Führungsfiguren?
In Serbien gehen seit vergangenem Herbst immer wieder hunderttausende Menschen gegen die Führung von Präsident Alexander Vucic auf die Straße, zuletzt vor zwei Wochen. Organsiert wurden die Proteste vor allem von Studierenden, die ohne zentralen Strukturen arbeiten. Und auch nach mehreren Monaten gibt es keine klaren Führungsfiguren, die Vucic bei Wahlen herausfordern und möglicherwiese ablösen könnten. Tanja Malle hat sich bei der Protestbewegung in Serbien umgehört, wie sich die Menschen dort die Zukunft des Landes vorstellen.
Spanien: Die Regierung kriselt, die Wirtschaft boomt
Was Spanien und Österreich gemeinsam haben, ist politische Unsicherheit. Was die beiden Länder trennt ist, dass die Wirtschaft in Spanien trotz dieser Unsicherheit gut läuft und wächst. Allein im Vorjahr ist die spanische Wirtschaft um 3,4 Prozent gewachsen, die Arbeitslosigkeit ist auf den niedrigsten Stand seit Jahren gefallen. Gründe gibt es mehrere, vom Tourismusboom bis zu sprudelnden EU-Förderungen, berichtet Josef Manola.
Moderation: Markus Müller-Schinwald