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Memo - Ideen, Mythen, Feste
Man spricht Deutsch
Ein Besuch in der jüngsten christlich-orthodoxen Gemeinde Österreichs
6. Jänner 2026, 19:05
Vor fast genau einem Jahr - am 6. Dezember 2024 - wurde sie offiziell vom Kultusamt anerkannt: die erste deutschsprachige, christlich-orthodoxe Gemeinde Österreichs. Ihre Heimat hat sie am Hafnersteig in der Wiener Innenstadt, im Gebäudekomplex der griechischen Kathedrale - wo sie bereits über eine eigene Kapelle verfügt.
In Österreich sind praktisch alle orthodoxen Kirchen mit eigenen Gemeinden vertreten - serbisch, rumänisch, bulgarisch, russisch und griechisch (um einmal nur die zahlenmäßig größten zu nennen). Sie alle feiern ihre Gottesdienste in der jeweiligen Landessprache - oder genauer gesagt: in einer besonders feierlich altertümlichen Form davon (wie zum Beispiel auf "Altkirchenslawisch".
Allerdings werden in immer mehr orthodoxen Gemeinden auch deutsche Elemente in die Liturgie eingebaut - denn vor allem die jüngere Generation ist in der jeweiligen liturgischen Landessprache oft nicht mehr ganz firm. Außerdem zeigen auch Menschen ohne familiäre Bindung Interesse am orthodoxen Christentum. Die Nachfrage nach einem deutschsprachigen Angebot steigt also. Und daraus ergibt sich die Frage: Wie wird sich die orthodoxe Kirche insgesamt in Österreich weiterentwickeln, wenn die Sprachgrenzen zwischen den Landeskirchen langsam verschwimmen?
Sendereihe
Gestaltung
- Markus Veinfurter
