Europäischer Gerichtshof in Luxemburg

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Urteile zu Kreditgebühren bringen Rückzahlungsansprüche

Der Europäische Gerichtshof hat in den vergangenen fünf Jahren handelsübliche Bearbeitungsgebühren vieler Branchen für unzulässig erklärt. Entweder weil sie unverhältnismäßig hoch, oder aus Sicht des Höchstgerichts für Kundinnen und Kunden intransparent waren. Anfangs waren Fitnessstudios, später Telekommunikationsanbieter betroffen. Seit 2024 trifft es auch Banken. Basierend auf europäischer Rechtsprechung hat der Oberste Gerichtshof (OGH) in bisher sieben Urteilen verrechnete Bearbeitungsgebühren bei Krediten für unzulässig erklärt. In einem Fall wurden mehr als 20.000 Euro zu viel verrechnet. Betroffen sind die WSK Bank, Santander, die BAWAG sowie die Bank Austria. Doch es werden mit Sicherheit noch mehr werden, heißt es von der Arbeiterkammer (AK). Laut AK-Juristen gelten die Ansprüche von Kundinnen und Kunden 30 Jahre rückwirkend.


+++ Phasenweise hilfreich: Diätshakes im Test +++


Gesünder leben zu wollen gehört der Marktforschung zufolge zu den häufigsten Neujahrsvorsätzen. Für viele heißt das: Das Gewicht auf ein gesundes Maß zu reduzieren. Diätshakes - oder "Mahlzeitersatzprodukte", wie es offiziell heißt - versprechen dabei Hilfestellung, die deutsche Stiftung Warentest hat in 20 Fällen geprüft, wie weit es damit her ist. Fazit: Diätshakes können beim Abnehmen und Gewichthalten helfen, vor allem in der Anfangsphase. Wundermittel sind sie jedoch nicht: Ohne Umstellung der Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten werden sie nicht zum Erfolg führen. Nur zwei der 20 Produkte erhielten die Noite "Gut", Abwertungen gab es in vielen Fällen wegen Schadstoffen und Keimen.

+++ Neuerungen 2026: Konsumentenschutz-Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig im "help"-Gespräch +++

Steigende Preise, versteckte Preistricks und immer neue Betrugsmaschen im Internet: Für Konsumentinnen und Konsumenten bleibt 2026 ein herausforderndes Jahr. Konsumentenschutz-Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig gibt einen Ausblick darauf, wo der Staat künftig stärker eingreifen will - und wo politische Grenzen erreicht sind. Im Fokus stehen Maßnahmen gegen Shrinkflation und Mogelpackungen, besser lesbare Grundpreise im Supermarkt, sowie besserer Schutz von Konsumentinnen und Konsumenten im Internet.

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