Kulturjournal
Albertina ++ Gedenkstätte Gusen ++ "Pension Schöller"
250 Jahre Albertina: Ralph Gleis im Interview
Neugestaltung der KZ-Gedenkstätte Gusen
"Pension Schöller" im Wiener Rabenhof
14. Jänner 2026, 17:09
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Gleis zu 250 Jahre Albertina
1776 erwarben Albert von Sachsen-Teschen und seine Frau Erzherzogin Marie Christine von Habsburg ein erstes Konvolut grafischer Werke, das den Grundstein jener Sammlung bildet, die heute in der Albertina gezeigt wird. 2026 feiert das Haus sein 250-jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass werfen gleich drei Ausstellungen neuen Blickachsen auf die weltweit einzigartigen Sammlungsbestände des Hauses. Seit Mitte Dezember ist die Schau "Faszination Papier. Rembrandt bis Kiefer" zu sehen. Am 19. Juni eröffnet die große Jubiläumsschau "Sammeln für die Zukunft". Und im Oktober folgt die Überblicksschau "Künstlerinnen der Albertina". Zu den Highlights des diesjährigen Programms zählt eine große Franz-West-Retrospektive in der Albertina modern sowie eine Ausstellung, die ab September gezeigt wird und Pablo Picasso und Francis Bacon als Meister der figurativen Malerei präsentiert. Heute präsentierte Generaldirektor Ralph Gleis das Jahresprogramm der Albertina.
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Neugestaltung der KZ-Gedenkstätte Gusen
Das KZ Gusen war ab 1939 ein Zweiglager des KZ Mauthausen. Anfang 1944 wurde es um ein zusätzliches Barackenlager, genannt Gusen II, vergrößert. Über weite Strecken des Jahres 1944 bis 1945 waren in den beiden Gusener Lagern mehr Personen als im Hauptlager Mauthausen interniert. Insgesamt wurden etwa 72.000 Menschen aus ganz Europa hierher deportiert. Über 35.000 überlebten ihre Haft nicht. Die größten nationalen Gruppen kamen aus Polen und der Sowjetunion. Seit vergangenen November steht fest, wie die Gedenkstätte neugestaltet werden soll. Den Wettbewerb hat das Architekturbüro Querkraft zusammen mit dem Landschaftsarchitekten Kieran Fraser gewonnen. Eine weitere, künstlerische Intervention stammt von Peter Sandbichler. 22 Millionen Euro soll das Projekt kosten, bis 2031 soll es fertig gestellt sein.
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"Pension Schöller" im Rabenhof Theater
Der Komödienklassiker "Pension Schöller" ist zwar schon über 130 Jahre alt, wird aber immer noch gerne auf heimischen Bühnen gespielt. In einer neuen Fassung ist das Stück ab heute Abend im Wiener Rabenhof Theater zu sehen. Regisseurin Ruth Brauer-Kvam versetzt es dafür in die 1950er-Jahre und macht daraus ein Musiktheaterstück. Die Prämisse ist aber die alte geblieben, und so ist die "Pension Schöller" auch hier eine Nervenheilanstalt, die keine ist - auch wenn die Gäste das zeitweise vermuten lassen.
