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Europa-Journal
Russland und Europa, Montenegro, EU-Afrika
Russland: Neues Feindbild Europa? +++ Montenegro: Exil-Uni für regimekritische Russen +++ Migration aus Afrika: Hat die EU eine Strategie?
23. Jänner 2026, 18:25
Russland: Neues Feindbild Europa?
Geht es nach Wladimir Putin, hat Europa die USA inzwischen als Hauptfeind Russlands abgelöst. Unter Donald Trump wird Washington nach jahrzehntelanger Feindschaft als möglicher Partner gesehen, während Europa von Putins Propaganda als "größte Bedrohung" für Russland dargestellt wird. Der "Eurofaschismus", wie der Kreml es nennt, müsste gemeinsam mit den USA bekämpft werden. Wie die anti-europäische Stimmungsmache des Regimes funktioniert - und wie sie bei den Menschen ankommt - hat sich Christian Lininger in Moskau angesehen.
Montenegro: Exil-Uni für regimekritische Russen
Kritisches Denken, politische Meinungsäußerung und eine Ausbildung frei von Zensur und Propaganda sind in Russland nicht mehr möglich. Das Schulsystem wird nach den Vorstellungen des Kremls umgebaut - Lehrpläne und ganze Fakultäten werden unter staatliche Aufsicht gestellt oder ganz geschlossen. Doch nicht alle wollen sich unterwerfen: Lehrkräfte und Studierende einer liberalen Hochschule in Moskau haben ihre Fakultät abgesiedelt und sie auf dem Westbalkan wiedereröffnet. Christoph Kersting berichtet aus Montenegro.
Migration aus Afrika: Hat die EU eine Strategie?
Zu Beginn des Jahres haben sich die EU-Staaten auf eine Verschärfung ihrer gemeinsamen Migrationspolitik geeinigt. In Drittstaaten - vor allem in Afrika - sollen künftig Abschiebezentren entstehen und Asylanträge schneller abgelehnt werden. Gleichzeitig treiben blutige Konflikte in der Krisenregion Sahel immer mehr Menschen in die Flucht. Fehlt Europa eine langfristige Strategie für den Umgang mit Migration aus Afrika? Und warum zieht es viele Afrikaner*innen ausgerechnet in jene europäische Staaten, die als Kolonialmächte in der Heimat viel verbrannte Erde hinterlassen haben? Dazu ein Interview mit dem äthiopisch-österreichischen Migrationsforscher Belachew Gebrewold von der Universität Innsbruck.
Moderation: Martha Georgiew
