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Social-Media-Verbot: Jugendschutz oder Überwachung?
7. Februar 2026, 11:40
Die Bundesregierung plant ein gesetzliches Mindestalter für soziale Netzwerke, für unter 14-Jährige könnten Social Media schon ab Herbst verboten sein. Plattformen wie TikTok, Instagram oder Snapchat sollen künftig selbst das Alter ihrer Nutzerinnen und Nutzer überprüfen und bei Verstößen mit Strafen rechnen.
Datenschützer warnen jedoch vor massiven Folgen für die Privatsphäre. Sie befürchten, dass Alterskontrollen auf eine Ausweispflicht im Internet hinauslaufen könnten, entweder direkt über staatliche digitale Identitäten oder durch Datensammlungen bei Tech-Konzernen. "Help" zeigt, welche Modelle diskutiert werden und warum die Kritik daran immer lauter wird.
+++ Unboxing: Arbeiterkammer prüft Inhalt von "Mystery Boxen" +++
So genannte Mystery Boxen erfreuen sich seit einiger Zeit großer Beliebtheit. Sie versprechen Spannung, Unterhaltung und vermeintliche Schnäppchen. Kundinnen und Kunden kaufen eine Box oder ein Sackerl, ohne zu wissen, welche Produkte tatsächlich enthalten sind. Der Gesamtwert soll über dem Kaufpreis liegen. Die Arbeiterkammer Oberösterreich (AK OÖ) hat acht Boxen zu Preisen von sechs bis 50 Euro untersucht.
+++ Lauter als erlaubt: Kinderspielzeug aus dem Verkehr gezogen +++
Jedes Jahr testet die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) stichprobenartig 500 Kinderspielzeuge, die im österreichischen Handel vertrieben werden. 150 davon geben Geräusche von sich und werden deshalb vor Mikrophonen in einem Abstand von einem halben Meter getestet. Dabei kommt es jedes Jahr zu Grenzwertüberschreitungen, weil Spielzeuge zu laut sind. Vergangenes Jahr war das bei fünf Produkten der Fall. Eine Trompete aus Plastik war sogar doppelt so laut als erlaubt. Aus dem Verkehr gezogen wurden aber auch schon Schiedsrichterpfeiferl und Pistolen mit Platzpatronen.
Valerie Dahm, Oberärztin an der HNO-Klinik der Meduni Wien, warnt aber: auch tönende Spielzeuge, die unter dem Grenzwert liegen, können Kinderohren schädigen. Der Forschungsdrang von Kindern führe dazu, dass diese die Geräte viel näher ans Ohr nehmen und die Geräusche viel häufiger abspielen, als man glaubt. Sie rät deshalb dazu, wenn überhaupt, batteriebetriebene Spielzeuge nur zeitlich begrenzt zu erlauben. Und dafür zu sorgen, dass die Kinder jeden Tag mehrere Stunden Ruhepausen bekommen, damit sie ihre Ohren schonen können.
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