Tarmo Peltokoski - PETER RIGAUD
Radiokolleg
Musikstadt Hongkong (1)
Klassisch westlich und traditionell östlich
23. Februar 2026, 09:45
Die internationale Metropole Hongkong an der Südküste der Volksrepublik China gilt, auch knapp dreißig Jahre nach der Übernahme der ehemaligen britischen Kronkolonie, als Brücke zwischen China und dem Westen. Aufgrund des mit den Briten ausgehandelten Prinzips "Ein Land, zwei Systeme" galten in dem mächtigen Wirtschafts- und Finanzstandort viele Jahre liberalere Regeln, als im autoritär regierten, chinesischen Kernland. Das änderte sich ab 2014 und spätestens mit der Einführung des Chinesischen Sicherheitsgesetzes für Hongkong am 30. Juni 2020. Die Proteste der Bevölkerung wurden brutal niedergeschlagen, zahlreiche Menschen verhaftet, bis heute sitzen einige Journalisten im Gefängnis. Wie sieht es also hier in der vielfältigen Musikszene aus?
Eine Erkundung der Musikszene Hongkongs in all ihren Facetten, von der international ausgerichteten Klassikszene, in der chinesische Musiker:innen und Komponist:innen ihren Platz gefunden haben, über die experimentelle bis hin zur oft versteckt revolutionären Clubkultur und ihre Rezeption beim Publikum und in den Medien.
Viele chinesische Musiker:innen wurden in China und Europa ausgebildet und kehren dann später in ihre Heimat zurück. Davon profitiert etwa das renommierte Hongkong Philharmonic Orchestra, das es bereits seit 1947 gibt. Es vereint Mitglieder aus China und dem Westen. Ab Herbst 2026 übernimmt der finnische Shootingstar Tarmo Peltokoski die Position des Chefdirigenten und wird für eine weitere Verankerung in der internationalen Musikwelt sorgen. Chinesische Komponist:innen, Solist:innen und Dirigent:innen sind fix im Programm eingeplant, kombiniert mit westlichem Repertoire und dessen Protagonist:innen. Auch das auf traditionellen chinesischen Instrumenten spielende Hong Kong Chinese Orchestra setzt Akzente in der Öffnung hin zur Moderne. Wie funktioniert das im Alltag?
Service
Sendereihe
Gestaltung
- Marie-Therese Rudolph
