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Science Arena
Freud im Korb:
Der polymorph perverse' Charakter kindlicher Sexualität
23. Februar 2026, 16:05
Dass auch Kinder sexuelle Empfindungen haben, ist eine von Sigmund Freuds revolutionären Entdeckungen, die er bereits 1905 in den berühmten "Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie" erörterte. Doch erwachsene Sexualität unterscheidet sich grundlegend von der infantilen. Die kindliche Sexualität ist "polymorph pervers", wie es bei Freud heißt und durchläuft diverse Phasen der Lust: Orale Stimuli, die mit der Nahrung und dem Saugen an der mütterlichen Brust und mit Reizungen der Mundschleimhaut verbunden sind, führen dazu, dass Lustgefühle beim Saugen und Lutschen entstehen. Erregungsempfindungen entwickelten sich also entlang elementarer Bedürfnisse. Durch das Saugen, die Entleerung von Blase und Darm sowie durch das Zurückhalten von Kot oder Urin, bilden sich erogene Zonen aus. Erst später werden mit dieser oralen und analen Lust auch die Genitalien als erogen erlebt. Doch was heißt hier infantil, was pervers, was polymorph pervers? Und welche Rolle spielen die verschiedenen Komponenten der Sexualität für das kindliche Erleben?
Katrin Mackowski geht mit Expertinnen und Experten diesen diffizilen Fragen nach.
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- Katrin Mackowski
