Beate Sirota-Gordon

GEMEINFREI

Radiokolleg

Frauen mit Courage: Zwischen Japan und (Alt-) Österreich (2)

Beate Sirota-Gordon (1923 - 2012)

Die gebürtige Wienerin Beate Sirota arbeitete 1945 im politischen Stab der US- Besatzungsbehörde am Entwurf der japanischen Nachkriegsverfassung mit. Ihr verdanken Japans Frauen Artikel 24 über die Gleichberechtigung von Mann und Frau.
Beate Sirota, Tochter des berühmten ukrainisch-russisch-jüdischen Pianisten Leo Sirota, wird am 25. Oktober 1923 in Wien geboren. 1929 zieht die Familie nach Tokyo, wo Leo Sirota eine Professur erhalten hat. Beate besucht sechs Jahre lang die Deutsche Schule in Tokyo und wechselt dann, als die Deutsche Schule immer stärker nationalsozialistisch wird, auf die American School. 1939 übersiedelt sie für ein Studium nach Kalifornien, wird im Jänner 1945 in den USA eingebürgert. Ihre Eltern sind während des Zweiten Weltkriegs in Japan interniert. Nach Kriegsende macht sich Beate in Japan auf die Suche nach ihren Eltern. Aufgrund ihrer Japanisch-Kenntnisse wird sie dem Politischen Stab des Supreme Commander for the Allied Powers (SCAP) von Douglas MacArthur zugeteilt. Dort arbeitet sie an der neuen japanischen Verfassung mit, und macht sich für die rechtliche Gleichstellung zwischen Männern und Frauen stark. Artikel 24 der japanischen Verfassung über die Gleichberechtigung von Mann und Frau geht auf Beate Sirota zurück.
Gestaltung: Judith Brandner

Service

Radiokolleg-Podcast

Sendereihe