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Radiokolleg
Introvertiertheit. Stille Stärken (1)
Wie lebt es sich?
9. März 2026, 09:30
Introvertiert: auf das eigene Seelenleben gerichtet, nach innen gekehrt, verschlossen - so definiert das deutsche Rechtschreibwörterbuch "Duden" diese Wesensart. Introvertiertes Verhalten wird irrtümlicherweise auch oft mit Schüchternheit gleichgesetzt. Wie machen sich die stillen Stärken der Introvertierten im Alltag bemerkbar?
Introvertierte Menschen neigen dazu, ihre Umwelt genau zu beobachten und sich dabei selbst nicht in den Vordergrund zu drängen. Ruhe, Zurückhaltung, Reflexion - das können zutiefst positive Charaktereigenschaften sein. Leicht hat man es damit in einer durch und durch extrovertierten Gesellschaft allerdings nicht.
Die Begriffe Introversion und Extraversion gehen auf den Psychiater und Begründer der analytischen Psychologie, Carl Gustav Jung, zurück. Wobei er in den 1920ern dazu schrieb, dass gewisse Tendenzen zu zurückhaltendem oder nach außen gekehrtem Verhalten in jedem von uns schlummern und sich situationsbedingt verändern können. Manche Menschen konzentrieren ihre psychische Energie - wie Jung es nannte - aber auch grundsätzlich nach innen, weg von der Außenwelt. Was können die Ursachen dafür sein und wie lebt es sich dann in einer Welt, in der oft nur Selbstdarsteller und Selbstvermarkter "geliked" werden?
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- Daphne Hruby
