Ausgewählt
La Clemenza di Tito nicht von Mozart
Ein römischer Kaiser schreibt Operngeschichte
10. März 2026, 10:05
Pietro Metastasio gehörte zu den produktivsten und meistvertonten Librettisten. Doch dass seine Vorlage zu La clemenza di Tito abgesehen von Wolfgang Amadeus Mozart (der sich einer Neufassung von Caterino Mazzolà bediente) über 40 Mal vertont wurde, mag auch Kennerinnen und Kenner überraschen. Am Tage nach der Staatsopern-Premiere von Mozarts spätem Meisterwerk richten wir unsere Ohren auf andere Umsetzungen des Stoffes über den milden Kaiser. Die meisten der betreffenden Komponisten waren Kleinmeister, deren Werke nicht dokumentiert sind, doch stoßen wir auch auf einige Berühmtheiten: Den Anfang machte 1734 Antonio Caldara, dessen Oper zum Namenstag Kaiser Karls VI. uraufgeführt wurde. Johann Adolf Hasse legte (ebenso wie später Niccolò Jomelli) gleich zwei Clemenza-Versionen vor (die erste unter dem drolligen Titel Die Gütigkeit des Titi). Unter anderem Christoph Willibald Gluck, Baldassare Galuppi und Josef Myslivecek sollten folgen.
Sendereihe
Gestaltung
- Christoph Wagner-Trenkwitz
