Sprungturm im ehemaligen Ternitzer Freibad

ORF/HANNA RONZHEIMER

Moment

Bauten in Not: "Kann das weg?"

Der Kampf um den Erhalt des architektonischen Erbes

Im Ternitzer Freibad steht ein Sprungturm, vom dem niemand mehr springen wird. Weil das Becken darunter zugeschüttet worden ist. Die Renovierung wäre zu teuer gekommen. Entworfen hat den Turm und das Becken Roland Rainer, einer der bedeutendsten modernen Architekten Österreichs. Das Zehnmeterbrett war das Highlight des Sommers für viele Generationen. Jetzt ist der Sprungturm ein sinnloses Betondenkmal, ärgert sich ein Ternitzer Bürger, weil man den Turm nicht mehr benutzen kann. Er hat gekämpft für den Erhalt. Und auch die Initiative Bauten in Not, die ihm geholfen hat. In Not ist ein Gebäude, wenn es nicht unter Denkmalschutz steht. Wie der Sprungturm in Ternitz. Oder die alte Wirtschaftsuniversität in Wien. Ein riesiger grauer Klotz aus Stahl, Beton und verspiegeltem Glas. Was soll bleiben, was kann gehen? Schönheit ist jedenfalls keine Kategorie für die Architekten von Bauten in Not. Ihre Argumente reichen von Nachhaltigkeit über Kostenersparnis bis hin zu sozialen Fragen. Wie sie in Aktion treten, um einen Bau zu retten, was dabei schiefgehen kann und was auf jeden Fall abgerissen gehört, erzählen sie in dieser Sendung.

Gestaltung: Hanna Ronzheimer
Redaktion: Johanna Steiner

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