Giorgi Gigashvili - KELLY DE GEER
Vorgestellt
Michi Gaiggs F. X. Richter, Gigashvilis Prokofieff
Der junge georgische Pianist Giorgi Gigashvili spielt die sogenannten "Kriegssonaten" Sergej Prokofieffs, das L'Orfeo Barockorchester unter Michi Gaigg präsentiert Symphonien des mährischen Frühklassikers Franz Xaver Richter.
13. März 2026, 11:30
Prokofieff und Richter? Nein, heute steht nicht etwa neu entdeckte Aufnahme der "Visions fugitives" op. 22 auf dem Programm, gespielt vom großen Swjatoslaw Richter. Beim genannten Richter handelt es sich vielmehr um Franz Xaver Richter - oder Frantisek Xaver oder François-Xavier Richter: 1709 im mährischen Holleschau geboren und 1789 in Straßburg gestorben, war dieser Komponist und Sänger ein zentraler und zugleich eigenwilliger Vertreter der "Mannheimer Schule" in der Umbruchszeit zwischen Barock und Klassik. Michi Gaigg und ihr L'Orfeo Barockorchester bringen jedenfalls das Kreislaufsystem seiner Partituren - und damit auch jenes des Publikums - gehörig in Schwung.
Das passiert nicht minder, wenn der junge georgische Pianist Giorgi Gigashvili, geboren 2000 in Tbilisi, Sergej Prokofieffs Klaviersonaten Nr. 6. 7 und 8 spielt. Doch begnügt er sich keineswegs mit vordergründigem Virtuosentum bei diesen während des Zweiten Weltkriegs entstandenen, oft motorisch düsteren Werken: Er balanciert den Tastendonner subtil mit Trauer, Wehmut und Poesie aus.
Service
Aktuelle Aufnahmen:
"Giorgi Gigashvili plays Prokofiev"
Sergej Prokofieff: Klaviersonaten Nr. 6, 7 und 8; "Tanz der Ritter" aus "Romeo und Julia" (arr. David Grjunes); Josef Bardanashvili: "To Gia Kantchelo (P.S.)"
Ausführende: Giorgi Gigashvili (Klavier), Lisa Batiashvili (Violine)
Label: Alpha
"Richter: Four Symphonies"
Franz Xaver Richter: Sinfonia con Fuga g-Moll, Symphonie B-Dur, Symphonie d-Moll op. 3/4, Symphonie g-Moll op. 4/6
Ausführende: L'Orfeo Barockorchester, Michi Gaigg (Leitung)
Label: cpo
Sendereihe
Gestaltung
- Walter Weidringer
