Ruth Oberhuber

ORF/CINEVISION

Lebenskunst - Begegnungen am Sonntagmorgen

Freiheit kennt keine Zwänge und Enge

Ein verwachsener Wald von großer Schönheit - Spaziergänge durch den Bibelwald +++ Siehe, ich öffne eure Gräber - Aspekte der Bibel +++ Von der Gärtnerin zur Ordensfrau - Sr. Ida Vorel, Leiterin von Quartier 16 für Frauen in Not +++ Freiheit kennt keine Zwänge und Enge - Ruth Oberhuber, Kreative

Ein verwachsener Wald von großer Schönheit - Spaziergänge durch den Bibelwald

Die Bibel ist weniger eine Bibliothek als ein ganzer großer (Ur-)Wald, meint die Theologin, Biblikerin und Leiterin des Österreichischen Katholischen Bibelwerks, Elisabeth Birnbaum. Und sie hat sich auf Wege durch diesen Wald mit seinen unzähligen Pflanzen, Gewächsen, Dickichten und Lichtungen begeben. "Wege durch den Bibelwald. Die schönsten Touren, die wichtigsten Pflanzen" ist der Titel ihres jüngsten Buches, erschienen im Wiener Dom Verlag. Für Lebenskunst erzählt sie in drei Teilen davon. In Teil 2 geht es unter anderem um einen verwachsenen Wald von großer Schönheit.


Siehe, ich öffne eure Gräber - Aspekte der Bibel
(Ezechiel 37, 11-14)

Nicht von einem Wald, sondern von einem Ackerboden ist in einer jener Bibelpassagen die Rede, die für katholische Gottesdienste am "Fünften Sonntag in der Fastenzeit", am 22. März 2026, vorgesehen sind. Sie findet sich im alttestamentlichen Buch Ezechiel, benannt nach dem gleichnamigen Propheten. "Siehe, ich öffne eure Gräber und hole euch, mein Volk, aus euren Gräbern herauf. Ich bringe euch zum Ackerboden Israels", heißt es da. Und: "Ich gebe meinen Geist in euch, dann werdet ihr lebendig …." Martin Jäggle, katholischer Theologe und Religionspädagoge sowie fundierter Kenner des Judentums, mit seinen Gedanken zu diesem symbolträchtigen Text.


Von der Gärtnerin zur Ordensfrau - Sr. Ida Vorel, Leiterin von Quartier 16 für Frauen in Not

Auf das Buch Ezechiel geht auch das "Gottessiegel Taw" zurück, der letzte Buchstabe des hebräischen Alphabets, im Griechischen der Buchstabe Tau. Und dieses T- oder Tau-Kreuz ist zum Kreuz des Heiligen Franziskus geworden. "Glücklich der Mensch, der seinen Nächsten trägt in seiner ganzen Gebrechlichkeit, wie er sich wünscht, von jenem getragen zu werden in seiner eigenen Schwäche", so lautet ein Zitat von Franz oder Franziskus von Assisi, dessen 800. Todestages heuer gedacht wird. Ein Zitat, nach dem die 32-jährige Ida Vorel lebt und das Tau-Kreuz trägt. Sie ist Ordensfrau bei den Franziskanerinnen von Vöcklabruck, deren Gemeinschaft sich auf den Heiligen Franziskus beruft, und deren Mitglieder auch außerhalb des Klosters berufstätig sind. Sr. Ida Vorel leitet mit Engagement und Herzblut ein Haus für Frauen (und deren Kinder) in Notlagen. Und das, obwohl Schwester Ida eigentlich einmal Gärtnerin Ida war und mehr mit Pflanzen als mit Menschen zu tun hatte. Ein Porträt von Mariella Kogler.


Freiheit kennt keine Zwänge und Enge - Ruth Oberhuber, Kreative

Seit 20 Jahren wird am 21. März der Welt-Down-Syndrom-Tag begangen. Das Datum, der 21.3., soll das charakteristische Merkmal des Down-Syndroms ("Trisomie 21") symbolisieren, nämlich das dreifache - und nicht wie meistens das zweifache - Vorhandensein des 21. Chromosoms. Weltweit wird der Tag genutzt, um auf Themen, die Menschen mit Down-Syndrom betreffen, zu verweisen. Denn die medizinische Versorgung und die Unterstützung durch Förderungen und Therapien sind weltweit sehr unterschiedlich.

Ein Beispiel für gelungene Unterstützung und Förderung sowie gelebte Inklusion findet sich im evangelischen Diakoniewerk Gallneukirchen in Oberösterreich. Hier hat die TV- und Radio-Gestalterin Andrea Eder eine junge Frau getroffen, die mit Down-Syndrom lebt, die 32-jährige Ruth Oberhuber. Und so stellt diese sich vor: "Ich bin auch eine Geschäftsfrau. Ich bin eine gute Zeichnerin. Ich bin auch eine Schreibende. Ich bin auch sehr gläubig. Ich bin ein freiheitsliebender und wahrheitsliebender Mensch." Ruth Oberhuber lässt sich nicht gern in Schubladen stecken. Ihre Umgebung versetzt sie mit ihrer Fantasie und Schaffenskraft immer wieder aufs Neue in Erstaunen, wie auch das Feature zeigt.

Service

Elisabeth Birnbaum, "Wege durch den Bibelwald (illustriert von David Kassl)", Wiener Dom Verlag

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