Carmen Possnig

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Im Gespräch

Carmen Possnig, ESA-Astronautin und Medizinerin

Im Gespräch mit Andreas Obrecht

2017 startete Carmen Possnig in ein unvergleichbares Abenteuer: Sie wurde von der ESA - der European Space Agency - beauftragt, dreizehn Monate auf der Forschungsstation Concordia in der Antarktis zu verbringen, um dort die Auswirkungen extremer Umweltbedingungen auf die menschliche Psyche und Physis zu erforschen. Sie überwinterte mit zwölf anderen unter extremen Wetterbedingungen mit Temperaturen bis zu minus 80°C in monatelanger Dunkelheit und unter spürbarem Sauerstoffmangel in völliger Isolation vom Rest der Welt. Auch das Zusammenleben auf engstem Raum ließ sie eigene Grenzen erfahren. 2020 erschien ihr Buch, das die Erlebnisse in der Arktis detailreich schildert: "Südlich vom Ende der Welt. Wo die Nacht 4 Monate hat und ein warmer Tag minus 50°C". Carmen Possnig, 1988 in Klagenfurt geboren, studierte Medizin und arbeitete schon früh mit dem deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt im Bereich Weltraummedizin zusammen. Ab 2020 forschte sie an der Universität Innsbruck und kooperierte immer wieder mit der ESA. Ende 2022 wurde Carmen Possnig als Ersatzastronautin im ESA-Astronautenkorps präsentiert, sie hatte sich gegen mehr als 22.500 Mitbewerber durchgesetzt und wird seither für einen möglichen Einsatz im Weltall trainiert.

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  • Andreas Obrecht