Schulklasse

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Moment

Ungleiches ausgleichen. ADHS im Schulalltag.

Was getan wird, um Schülerinnen und Schüler mit ADHS-Diagnose zu helfen

Still sitzen, aufmerksam zuhören, sich konzentrieren: Für die meisten Kinder und Jugendlichen ist das integraler Teil des Schulalltags. Für Julian war genau das bisher ein täglicher Kampf. Der Drittklässler hat eine Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS), die sich im Unterricht durch Impulsivität und Konzentrationsschwierigkeiten bemerkbar macht. Um ihm und allen anderen Kindern der Klasse das Lernen zu erleichtern, setzt seine Lehrerin seit diesem Schuljahr sogenannte "ausgleichende Maßnahmen" um. Julian hat das Recht, bei manchen Aufgaben Pausen einzulegen, den Raum zu wechseln, Lärmschutz-Kopfhörer aufzusetzen oder Trennwände aufzubauen. In der Klasse sitzt er an einem eigenen Tisch direkt vor der Lehrerin. Und mitten im Klassenzimmer steht ein Wurfzelt, in das sich der Bub zurückziehen kann, wenn ihm alles zu viel wird. Das sei keine Bevorzugung, sondern "Chancengerechtigkeit", sagt die Lehrerin. Moment war zu Besuch im Deutschunterricht.

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