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Umstrittene Rückholung ukrainischer Heimkinder
Direktor und Betreuer:innen flüchten mit Kindern eines ukrainischen Heims zu Beginn des russischen Angriffskriegs nach Österreich. Die Kleinkinder wachsen über drei Jahre lang im sicheren burgenländischen Neudauberg auf, unterstützt werden sie von österreichischen Helfer:innen. Dann holt der ukrainische Staat die Kinder überraschend zurück - obwohl sich das Land nach wie vor im Krieg befindet.
27. Juni 2026, 09:05
Im März 2022 holt der Verein "Kleine Herzen" auf Wunsch einer ukrainischen Partnerorganisation 63 Kinder eines Kinderheims aus Kropyvnytskyi innerhalb kürzester Zeit nach Österreich. Viele dieser Kleinkinder, die in staatlicher Obhut leben, sind geistig und körperlich beeinträchtigt. Sie kommen in einem ehemaligen Vier-Sterne-Hotel in Neudauberg im Südburgenland unter - und erleben bald einen Alltag, in dem viele österreichische Helfer:innen daran mitwirken, dass die ukrainischen Kinder gut versorgt und gefördert werden und in Frieden heranwachsen. Über drei Jahre lang geht das so. Doch am 1. Juni 2025 holt der ukrainische Staat die Kinder zurück, in ein Land, das sich immer noch im Krieg befindet. Unter anderem der Verein "Kleine Herzen" hatte sich zuvor erfolglos dagegen gewehrt. Featureautor Jan Decker rekonstruiert die Evakuierungs- und Unterbringungsaktion und fragt: Was sind die Gründe für die Rückholung der ukrainischen Kinder? Und wie gehen die vielen Helfer:innen der Kinder aus Österreich und der Ukraine mit diesem Ereignis um?
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