Japanischer Radar-Spezialist Hirokatsu Watanabe bei dem Grab von Tutanchamun

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Dimensionen

Radar statt Grabung

Wie die Archäologie die Geophysik nutzt

Das Bodenradar revolutioniert die archäologische Forschung, indem es unterirdische Strukturen zerstörungsfrei untersucht und sichtbar macht. Verschüttete archäologische Rudimente können mittlerweile in bis zu mehreren Metern Tiefe geortet werden. Von wesentlicher Bedeutung für die detailgenaue 3-D-Visualisierung der Funde sind hochauflösende Messungen und eine möglichst präzise Positionierung der Daten mithilfe von Navigations-Satelliten-Systemen. Zu den zentralen Forschungsfeldern des Vienna Institute for Archaeological Science (VIAS) der Universität Wien zählt die Weiterentwicklung geoarchäologischer Untersuchungsmethoden. Es werden Georadar- und Unterwasseruntersuchungen in Österreich und ganz Europa durchgeführt. Auf der Nordseeinsel Amrum wurden Reste einer wikingerzeitlichen Hafensiedlung erkundet. Im Mondsee konnten vorgeschichtliche Pfahlbausiedlungen mittels Sonartechniken und 3-D-Fotogrammetrie kartiert werden.

Gestaltung: Rosemarie Burgstaller

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