NIKOLAJ LUND
In Concert
Kiya Tabassian, Ablaye Cissoko und Patrick Graham in Stockholm 2025
Traversées: eine orientalisch-westafrikanische Reise mit Setar, Kora und Perkussion
17. April 2026, 14:05
Der 1976 in Teheran geborene Setar-Spieler Kiya Tabassian hat nach seiner Übersiedlung nach Kanada mit der Gründung des Ensembles Constantinople im Jahr 2001 nichts weniger als ein musikalisches Universum geschaffen. Das Repertoire reicht von mittelalterlicher bis zu zeitgenössischer Musik. Geografisch umspannt Constantinople vom Kulturraum des östlichen Mittelmeers und Orients ausgehend praktisch den gesamten Erdball durch viele und vielfältige Kooperation mit hochkarätigen Gästen aus aller Welt. Einige wenige Beispiele: die Inuit-Kehlkopfsängerin Celina Kalluk, die norwegische Geigerin Benedicte Maurseth, der peruanische Charango-Spieler Federico Tarazona, das korsische Vokalensemble A Filetta, die andalusische Flamencosängerin Rosario La Tremendita, der New Yorker Jazz- und Klezmer-Trompeter Frank London oder die US-amerikanisch-kanadische Barock-Cellistin Elinor Frey.
Schon mehrfach ließ Kiya Tabassian die Klänge seiner persischen Setar-Laute mit dem Kora-Spiel des senegalesischen Musikers Ablaye Cissoko in Dialog treten, etwa auf den Alben "Jardins Migrateurs" (2012) und "Traversées" (2019). Gemeinsam mit Constantinople-Perkussionist Patrick Graham waren Tabassian und Cissoko am 8. Februar 2025 im Stallet in Stockholm zu Gast und begeisterten das Publikum mit Instrumentalstücken, Liedern und Improvisationen, die auf jahrhundertealten Traditionen aufbauen und dennoch mit Leichtigkeit eine Brücke spannen zwischen der Kultur der westafrikanischen Mandinka-Griots und alter persischer Musik und Lyrik.
Sendereihe
Gestaltung
- Michael Neuhauser
