ÖSTERREICHISCHE KREBSHILFE
Am Puls - Gesundheit und Medizin
Von Eierstöcken und grünen Socken
Ö1 zwitschert - Zoonosen durch Vögel ++ Höchstrisikoambulanz nach Herzinfarkt ++ Tipps fürs gesunde Bau-Arbeiten ++ Live Am Puls - Sprechstunde: Unterleibskrebs | Gästin: Nicole Concin, Onko-Gynäkologin, MedUni Wien | Moderation: Ronny Tekal | Anrufe 0800 22 69 79 | E-Mail: ampuls@orf.at
23. April 2026, 16:05
Hilfe bei Eierstockkrebs
Ein paar grüne, handgestrickte Socken können nicht nur die Füße wärmen, sondern auch die Seele - und darüber hinaus ein Zeichen der Verbundenheit sein. 2013 startete die Aktion "Grüne Socken" in Deutschland, die Österreichische Krebshilfe ist mittlerweile auch an Bord. Zahlreiche Freiwillige begannen, für betroffene Frauen in zertifizierten gynäkologischen Zentren, zu stricken. Ein grünes Zeichen, um Hoffnung zu machen, ein Bewusstsein für die Erkrankung zu schaffen - und natürlich auch ganz pragmatisch zu wärmen (viele Patientinnen mit Unterleibskrebs leiden therapiebedingt unter kalten Füßen).
Auch wenn die Diagnose "Eierstockkrebs" die Betroffenen vorerst in Schockstarre versetzt, haben sich die Behandlungsmöglichkeiten deutlich verbessert. Heute bekommen fast alle Patientinnen nach der Operation eine sogenannte "Erhaltungstherapie", um zurückkehrende Tumore möglichst lange zu verhindern. Mittels personalisierter Medizin gibt es Hoffnung auf längere Stabilität und eine bessere Lebensqualität für die von Eierstockkrebs betroffenen Frauen.
Zu Beginn steht die chirurgische Entfernung des Tumorgewebes im Vordergrund. Sehr komplexe Eingriffe, die entsprechend viel Erfahrung erfordern. Die Gynäko-Onkologin Nicole Concin erachtet es als Notwendigkeit, dass solche Eingriffe von spezialisierten Teams in akkreditierten Zentren durchgeführt werden, die auch für die Nachbehandlung zuständig sein sollen.
Ronny Tekal spricht mit Nicole Concin über das sehr seltene, jedoch oft erst spät erkannte Ovarialkarzinom und andere krankhafte Veränderungen des weiblichen Genitaltraktes. Und über die Wirkung grüner Socken.
Zu Gast:
Nicole Concin, Leiterin der Abteilung für Allgemeine Gynäkologie und Gynäkologische Onkologie an der MedUniWien, AKH; Präsidentin der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische Onkologie (AGO)
telefonisch zugeschaltet:
Doris Kiefhaber, Geschäftsführerin Krebshilfe Österreich
Gezwitschert und gehustet
Am 18. April wurde auf Ö1 mit dem "Birds Day" kräftig gezwitschert. Der wundersame Klang, die Musik und Gesang der Vogelwelt standen einen Tag lang im Mittelpunkt. Im Nachschlag pickt sich das Gesundheitsmagazin Am Puls einen humanmedizinischen Aspekt heraus. Lukian Guttenbrunner hat sich angesehen, welche Zoonosen durch allzu nahen Kontakt zu Papageien oder Sittichen übertragen werden können.
Interviewpartnerin:
Monika Redlberger-Fritz, Zentrum für Virologie, MedUni Wien
Höchstrisikoambulanz nach Herzinfarkt
Am 24. und 25. April findet in Wien die Tagung "Kardiologie im Dialog" statt, wo neue Strategien in der medizinischen Versorgung herzkranker Personen diskutiert werden. Diese hat sich im Laufe der letzten Jahrzehnte grundlegend geändert: Die Akutversorgung ist mittlerweile gut ausgebaut, die Sterblichkeit konnte durch eine reibungsfreie Rettungskette und eine rasche Wiederherstellung der Durchblutung im Herzkatheter-Labor stark reduziert werden. Doch ist die Akutphase überstanden, stehen die Betroffenen erst am Anfang. Patientinnen und Patienten, die bereits einen Herzinfarkt hatten, werden in der jüngst eröffneten Höchstrisiko-Ambulanz in der Klinik Landstraße betreut. Ein Beitrag von Lukian Guttenbrunner.
Interviewpartner:
Alexander Niessner, Leiter der Abteilung für Kardiologie in der Klinik Landstraße, Wien
Rubrik "Eine Frage noch"
Was tun, wenn es staubt auf der Baustelle?
Die Antwort kommt von Johanna Stückler, Fachärztin für Arbeitsmedizin,
Abteilungsvorständin
AUVA-Rehabilitationsklinik Tobelbad, Steiermark
Interview: Norbert Peter
Service
"Grüne Socken" - Wärme und Hoffnung für Unterleibskrebspatientinnen
