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Europa-Journal
Georgien, Ukraine, Spanien, Belgien
Georgien: Krise als Dauerzustand +++ Ukraine: Die Arbeiter von Tschernobyl +++ Spanien: Papiere statt Abschiebung +++ Belgien: Bienen in Gefahr
24. April 2026, 18:25
Georgien: Krise als Dauerzustand
Die Menschenrechtslage in Georgien hat sich seit 2024 massiv verschlechtert. Zu diesem Schluss kommt ein Expertenbericht der OSZE, der vor einigen Wochen veröffentlicht wurde. Einst ein Musterbeispiel für europäische Integration und die Annäherung an die EU, wächst in Georgien nicht nur die Zahl repressiver Gesetze, sondern auch jene politischer Gefangener. In welche Richtung steuert das einstige Vorzeigeland? Darüber spricht Marcel Röthig, Leiter des Regionalbüros Südkaukasus der Friedrich-Ebert-Stiftung.
Ukraine: Die Arbeiter von Tschernobyl
Am 26. April jährt sich die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl zum 40. Mal. Die Stadt Slawutytsch im Norden der Ukraine wurde nach der Katastrophe für die Mitarbeitenden des AKW neu erbaut und bis heute leben viele Mitarbeitende des Kernkraftwerks in Slawutytsch. Die Stadt liegt nur wenige Kilometer von der Grenze zu Belarus entfernt, 2022 besetzten russische Truppen Slawutytsch, mussten aber nach nur wenigen Tagen wieder abziehen. Daniela Prugger hat die Stadt besucht und sich ein Bild vom Leben zwischen Krieg und Atomreaktor gemacht.
Spanien: Papiere statt Abschiebung
Hundertausende Einwanderer leben ohne Aufenthaltsgenehmigung in Spanien. Die Regierung will nun einmalig einer halben Million Menschen unter bestimmten Voraussetzungen einen legalen Aufenthalt ermöglichen. Die zuständige Migrationsministerin erwartet sich daraus auch wirtschaftliche Vorteile. Es ist ein Schritt gegen den europäischen Trend. Ob und wie dieser neue Weg in der Migrationspolitik funktionieren kann, berichtet Maren Häußermann aus Spanien.
Belgien: Bienen in Gefahr
Viele europäische Länder kämpfen seit einigen Jahren mit einer massiven Ausbreitung der Vespa Velutina, der Asiatischen Gelbfuß-Hornisse. Auch in Belgien verbreitet sich das Insekt, das es zu allem Überdruss auch noch auf die Honigbiene abgesehen hat. Was tun, wenn eingeschleppte, invasive Insektenarten die heimische Fauna bedrohen? Mathilde Köchl und Raffaela Schaidreiter haben sich bei belgischen Imkern umgehört.
Moderation: Miriam Beller
