Betrifft: Geschichte
Punk
Zwischen Protest und Popkultur.
12. Mai 2026, 15:55
Punk ist mehr als Musik. Punk ist Haltung, Kultur, Subversion - und ein globales Phänomen. Die 1970er-Jahre sind in vielen westlichen Gesellschaften von wirtschaftlicher Unsicherheit und politischen Spannungen geprägt. Vor allem in Großbritannien ist die Jugendarbeitslosigkeit hoch. In dieser Atmosphäre entsteht eine neue Form der Selbstermächtigung: In New York formiert sich rund um Clubs wie CBGB eine rohe, reduzierte Rockästhetik, während sich in Großbritannien eine provokante Jugend- und Subkultur entwickelt. Bands wie die Ramones in New York oder die Sex Pistols und The Clash in London prägen diese frühen Szenen. Schnell, hart, direkt - und mit einer klaren Abgrenzung zur bürgerlichen Norm.
Die Jugendbewegung erreicht bald auch den deutschsprachigen Raum. In der DDR bildet sich Anfang der 1980er-Jahre eine Punk-Szene, die zunehmend in Konflikt mit staatlichen Behörden gerät. Auch in Österreich sorgt Punk für Irritationen. Er ist laut, unbequem und vielfach unerwünscht. Mit Dialekt, Ironie und politischem Aktivismus entstehen in Wien Treffpunkte der Szene - etwa im Amerlinghaus, in der Arena oder in autonomen Kulturprojekten der Stadt.
Was als radikale Jugendkultur begonnen hat, wird schon Ende der 1970er-Jahre zunehmend von der Musikindustrie aufgegriffen und kommerzialisiert. Wie sich diese Entwicklung vollzogen hat und was von der Protestkultur der Anfänge bis heute weiterlebt, zeigt die aktuelle Reihe.
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- Barbara Volfing
